21Shares bringt Krypto-ETPs von Lighter und Venice in Europa an die Börse
21Shares hat am 20. Oktober in Europa zwei physisch besicherte Krypto-ETPs aufgelegt, über die Anleger mit gewöhnlichen Wertpapierdepots Zugang zu Lighter (LIT) und Venice Token (VVV) erhalten. Das Lighter-ETP wird an der Deutschen Börse Xetra unter dem Kürzel LIHT gehandelt; eine Handelslinie in US-Dollar ist unter LIHU verfügbar. Das Venice-Token-ETP wird an der SIX Swiss Exchange unter dem Kürzel VENC gehandelt. Beide Produkte erheben eine jährliche Gebühr von 2,50 Prozent und verwahren die zugrunde liegenden Token bei Verwahrstellen. Anleger müssen daher weder private Schlüssel verwalten noch die Vermögenswerte direkt kontrollieren. Das Lighter-ETP bildet einen Token ab, der mit einer dezentralen Börse für Perpetual-Kontrakte verbunden ist. Diese nutzt in Teilen ihrer Handelsabläufe Zero-Knowledge-Technologie. Venice bietet auf Datenschutz ausgerichtete KI-Dienste an. Die jährliche Ausgabe von VVV sank von 14 Millionen Token zum Start im Januar 2025 auf 2 Millionen ab dem 1. Oktober 2026. Nach Angaben des Emittenten liegen Rückkäufe und Token-Burns weiterhin unter der Ausgabe; VVV gewährt weder Eigenkapital- noch Governance-Rechte. Die Börsennotierungen könnten europäischen Anlegern den Zugang zu beiden Token erleichtern, doch sie bleiben der Token-Volatilität und den Produktgebühren ausgesetzt. Die Wertpapiere werden in den Vereinigten Staaten nicht öffentlich angeboten.
Neutral
Die europäischen Listings erweitern den Zugang zu LIT und VVV über regulierte Märkte. Dies könnte im Laufe der Zeit die Bekanntheit steigern und die Nachfrage schrittweise erhöhen. Eine ETP-Notierung garantiert jedoch weder Käufe der Token noch anhaltenden Kaufdruck. Die verfügbaren Informationen geben keinen Hinweis auf unmittelbare Zuflüsse oder eine wesentliche Veränderung der Marktliquidität. Kurzfristig könnten Händler auf die neuen Listings reagieren, doch die Kursbewegungen dürften weiterhin hauptsächlich von den allgemeinen Marktbedingungen, der Liquidität der Token und projektspezifischen Nachrichten bestimmt werden. Längerfristig könnte ein einfacherer Zugang über Broker die Anlegerbasis verbreitern. Die Gebühr von 2,50 % und das indirekte Eigentum könnten die Attraktivität jedoch gegenüber dem direkten Halten der Token einschränken. Bei VVV liegt die Ausgabe weiterhin über den Rückkäufen und Token-Burns, was die Erwartungen an Angebot und Nachfrage belasten könnte. Zudem vermittelt der Token weder Eigenkapital- noch Governance-Rechte. Insgesamt handelt es sich bei der Nachricht um eine Verbesserung des Zugangs und nicht um einen klaren richtungsweisenden Impuls für einen der beiden Token. Daher ist eine neutrale Einschätzung der Kursauswirkungen angemessen.