Tokenisierte Aktien von OKX stoßen auf Einwände von 56 Unternehmen
Die Zahl der Einwände gegen die geplante tokenisierte Aktienplattform von OKXICE ist von 50 am 30. Oktober auf 56 gestiegen. Amazon, Tesla, SpaceX, Netflix, SoFi Technologies und Lam Research gehören zu den jüngsten Unternehmen, die Einwände erhoben haben. Von den ursprünglich 62 ausgewählten Unternehmen haben 49 Einwände eingereicht; für 13 wurden bis zum 2. November keine Einwände bekannt gegeben. Weitere Einwände könnten folgen, da die Fristen für Stellungnahmen unterschiedlich sind.
OKXICE, ein Gemeinschaftsunternehmen der Kryptobörse OKX und der Intercontinental Exchange, plant den Rund-um-die-Uhr-Handel mit tokenisierten US-Aktien. Der Vorschlag sieht erlaubnispflichtige Liquiditätspools auf der X-Layer-Blockchain von OKX sowie Stablecoins wie USDC und USDG für die Abwicklung vor. Tokenisierte Aktien würden Rechte an Wertpapieren repräsentieren, die über einen registrierten Broker-Dealer gehalten werden. Eine fünfjährige SEC-Ausnahme für Innovationen ermöglicht es Unternehmen, dagegen Einspruch zu erheben, dass Dritte tokenisierte Versionen ihrer Aktien auf der Plattform anbieten.
Die Einwände könnten die Auswahl verfügbarer Aktien einschränken und spiegeln die Bedenken der Emittenten hinsichtlich Kontrolle, Preisbildung, Liquidität und Anlegerschutz wider. Der Streit ist ein bedeutender Test für tokenisierte Aktien, dürfte sich jedoch nur begrenzt direkt auf die Preise von Krypto-Token und die Stabilität des Gesamtmarkts auswirken. OKXICE hat noch keinen Starttermin bekannt gegeben.
Neutral
Die zunehmende Zahl von Einwänden ist ein Rückschlag für die Pläne von OKXICE für tokenisierte Aktien und könnte die endgültige Aktienauswahl der Plattform einschränken. Die Berichte beschreiben jedoch keine Veränderung des Angebots, der Nachfrage oder der operativen Fundamentaldaten von OKB, USDC oder USDG, und die Plattform ist noch nicht gestartet. Die wahrscheinlichen direkten Auswirkungen auf die Preise dieser Krypto-Assets sind daher begrenzt, was eine neutrale Einstufung stützt.
Kurzfristig könnten Händler auf weitere Einwände oder regulatorische Entwicklungen reagieren. Eine etwaige Reaktion dürfte jedoch eher die Stimmung gegenüber tokenisierten Aktien als die breiteren Kryptopreise beeinflussen. Langfristig könnten eine erfolgreiche Klärung der Bedenken der Emittenten und ein Start der Plattform das Interesse an blockchainbasierten Finanzprodukten fördern; anhaltender Widerstand könnte die Akzeptanz einschränken. Auf Grundlage der vorliegenden Informationen deutet keines der beiden möglichen Szenarien auf einen klaren richtungsweisenden Impuls für die genannten Token oder eine wesentliche Bedrohung der Stabilität des Kryptomarktes hin.