Die Regulierung von Krypto-Vaults spaltet Aave, Kamino und Morpho
Die Regulierung von Krypto-Vaults in den USA ist weiterhin ungeklärt. DeFi-Unternehmen fordern die SEC auf, menschliche Beteiligung allein nicht als Grundlage für eine Wertpapieraufsicht zu betrachten. Aave, Kamino und Veda sagen, Vaults sollten nicht automatisch als Wertpapiere eingestuft werden, wenn die Nutzer Eigentümer ihrer Vermögenswerte bleiben und diese abziehen können. Entscheidungen von Risikokuratoren oder DAOs bedeuteten für sich genommen weder Verwahrung noch regulierte Anlageverwaltung. Außerdem argumentieren sie, dass Wertpapiergesetze in der Regel ein rechtlich definiertes gemeinsames Anlageunternehmen oder einen Emittenten voraussetzen. Ein konkurrierender Ansatz, der von Morpho und dem Crypto Council for Innovation unterstützt wird, besagt, dass die Kontrolle von Kuratoren über die Anlagestrategie – etwa die Auswahl von Kreditmärkten – darauf hindeuten kann, dass bestimmte Vaults Wertpapiere sind. Weitgehend einig sind sich die Gruppen darin, dass entgeltliche Beratung zu Wertpapieren weiterhin unter den Investment Advisers Act fallen kann. Die SEC hat eingeräumt, dass Vaults unterschiedlich sind, aber nicht geklärt, wie menschliches Ermessen zu bewerten ist. Die Debatte gewinnt an Bedeutung, da das verwaltete Vermögen in Krypto-Vaults in der zweiten Jahreshälfte Berichten zufolge um 61 Prozent von 7 auf 11 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Der letztlich gewählte Regulierungsansatz könnte die Gestaltung von DeFi-Produkten, die Kosten für die Einhaltung von Vorschriften und den Zugang von Anlegern beeinflussen; die eingereichten Stellungnahmen begründen jedoch keine neue Regel.
Neutral
Die Eingaben weisen auf regulatorische Unsicherheit hin, statt eine verbindliche Entscheidung der SEC bekanntzugeben, und keine der beiden Zusammenfassungen benennt eine direkte Veränderung der Fundamentaldaten oder der Nachfrage nach AAVE, KMNO oder MORPHO. Kurzfristig könnten Händler auf Schlagzeilen mit Kursschwankungen bei DeFi-bezogenen Token reagieren, insbesondere wenn sie erwarten, dass strengere Regeln die Compliance-Kosten erhöhen oder den Zugang zu verwalteten Vaults einschränken. Die gegensätzlichen Stellungnahmen und der Hinweis der SEC, dass sich Vaults unterscheiden, lassen das Ergebnis jedoch offen und bieten nur eine begrenzte Grundlage für eine anhaltende Kursbewegung in eine bestimmte Richtung. Langfristig könnten klarere Regeln das Vertrauen stärken, indem sie regelkonforme Vault-Strukturen definieren, oder den Sektor belasten, falls sie von Kuratoren gesteuerte Produkte einschränken. Bis zu einer formellen Maßnahme der SEC oder messbaren Auswirkungen auf die Protokollaktivität ist die wahrscheinliche Kurswirkung auf die genannten Token neutral.