KI-Investitionen und Marktvolatilität: Warum es wichtig ist, investiert zu bleiben
Der Brief von Pittenger & Anderson für das dritte Quartal 2026 argumentiert, dass Anleger, die auch bei Marktschocks investiert bleiben, von langfristigem Wachstum profitieren können. Er erinnert daran, dass der S&P 500 um etwa 5 % fiel, als die US-Märkte nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wieder öffneten, und im Oktober 2002 einen Tiefstand erreichte, der rund 49 % unter seinem Höchststand vom März 2000 lag. Eine hypothetische Anlage von 1 Million US-Dollar in den S&P 500 am 10. September 2001 wäre bei Wiederanlage der Dividenden bis zum 11. September 2026 auf mehr als 10 Millionen US-Dollar angewachsen – vor Steuern und Gebühren.
Der Brief zieht Parallelen zwischen der Unsicherheit der Vergangenheit und den aktuellen Sorgen rund um KI-Investitionen. Er verweist auf starke Umsätze und Gewinne führender KI-Unternehmen, nennt aber auch Risiken wie die Nachfrage nach Rechenzentren, die Stromversorgungskapazität, Regulierung, die Erträge aus den Ausgaben und Finanzierungskosten. Barclays erwartet in den nächsten zwei Jahren zusätzliche Ausgaben von 2,5 Billionen US-Dollar für die KI-Entwicklung. Die zentrale Botschaft der Autoren lautet, dass Volatilität und Unsicherheit dauerhafte Merkmale der Märkte sind und ein Ausstieg aus Anlagen während eines Abschwungs dazu führen kann, spätere Kursgewinne zu verpassen.
Neutral
Der Brief ist ein Anlageausblick und keine neue Entwicklung, die Kryptowährungen unmittelbar betrifft. Die Argumentation dafür, trotz Volatilität investiert zu bleiben, kann die allgemeine Risikobereitschaft stützen, liefert jedoch keine kryptospezifischen Impulse wie regulatorische Änderungen, Token-Zuflüsse oder Daten zur Blockchain-Nutzung. Kurzfristig könnten Händler auf dieselben Faktoren reagieren, die für Aktien hervorgehoben werden – Erwartungen hinsichtlich der KI-Ausgaben, Zinssätze und die allgemeine Risikostimmung –, da diese auch die Kryptopreise beeinflussen können. In der Vergangenheit haben größere makroökonomische Schocks und Veränderungen der Liquidität sowohl Technologieaktien als auch Kryptomärkte bewegt und mitunter die Volatilität digitaler Vermögenswerte verstärkt. Längerfristig könnte die Betonung von Innovation und Geduld im Brief eine konstruktive Haltung gegenüber Risikoanlagen fördern, legt jedoch keine konkrete Richtung für Bitcoin oder andere Token fest. Da es kein direktes Kryptosignal gibt und kein marktbewegendes Ereignis gemeldet wurde, ist die erwartete Wirkung neutral.