Ausverkauf in der KI-Lieferkette drückt das annualisierte KGV von ESMT auf das 1,6-Fache

Der Investor Serenity sagt, eine heftige Deleveraging-Welle treibe einen undifferenzierten Ausverkauf von Aktien aus der KI-Lieferkette an und drücke einige Titel auf Niveaus zurück, die vor der Realisierung großer Aufträge und Gewinnerwartungen zu beobachten waren. Serenity verweist auf den Speicherchiphersteller ESMT, dessen Börsenwert nach eigenen Angaben rund 2 Milliarden US-Dollar beträgt. Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 330 Millionen US-Dollar und verfügte über ein Nettovermögen von 937 Millionen US-Dollar, darunter 740 Millionen US-Dollar Nettoliquidität. Auf Basis einer Hochrechnung der jüngsten Quartalsergebnisse auf das Gesamtjahr schätzt Serenity das KGV von ESMT auf etwa das 1,6-Fache – ein Wert, der möglicherweise nicht den zyklischen Charakter der Gewinne widerspiegelt. Der Investor argumentiert, dass der Ausverkauf in der KI-Lieferkette die zunehmende Verknappung von DDR2- und DDR3-Speicher übersehe, da Samsung, Micron und Nanya Technology diese Produktionslinien aufgeben. ESMT erzielt den Großteil seiner Umsätze mit diesen Speicherprodukten und könnte im vierten Quartal die Preise erhöhen, um die schwächere Verbrauchernachfrage auszugleichen. Serenity nennt außerdem langfristige Lieferverträge und Mindestpreise bei großen Speicherherstellern als mögliche Stütze der Gewinne. Diese Aussagen hängen weiterhin von der Nachfrage, der Preisentwicklung und der Nachhaltigkeit der derzeitigen Gewinne ab.
Neutral
Der Bericht befasst sich mit börsennotierten Technologie- und Speicheraktien, nicht mit Krypto-Assets oder Blockchain-Aktivitäten. Daher bietet er keinen klaren direkten Auslöser für Kryptowährungspreise. Kurzfristig könnte ein breiter Abbau von Fremdfinanzierung bei KI-bezogenen Aktien die Risikoaversion an den Märkten verstärken und Krypto möglicherweise belasten, wenn Anleger ihr Engagement in volatilen Anlagen reduzieren. Der Artikel liefert jedoch keine Belege für kryptospezifische Kapitalflüsse, Positionierungen oder Marktindikatoren. Ein eindeutiges Richtungssignal für den Handel lässt sich daher nicht ableiten. In der Vergangenheit gingen aktiengetriebene Risk-off-Phasen bisweilen mit Rückgängen bei Krypto einher; der Zusammenhang ist jedoch uneinheitlich und hängt von Liquidität, Zinsen und kryptospezifischen Faktoren ab. Längerfristig wären etwaige Auswirkungen wahrscheinlich indirekt und würden sich über Veränderungen der Stimmung gegenüber Technologieinvestitionen und der allgemeinen Risikobereitschaft vermitteln. Die Aussagen des Berichts zur Bewertung von ESMT und zum Speicherangebot bestimmen für sich genommen nicht die Stabilität des Kryptomarkts.