Anchorage weitet die Verwahrung von Bitso-MXNB auf sechs Blockchains aus
Die Anchorage Digital Bank hat ihre Partnerschaft mit Bitso ausgeweitet und verwahrt nun MXNB, den an den mexikanischen Peso gekoppelten Stablecoin von Bitso, auf Arbitrum, Base, Ethereum, Polygon, Avalanche und Arc. Die Ausweitung auf sechs Blockchains vergrößert die Onchain-Reichweite von MXNB und könnte dessen Nutzung im Überweisungskorridor zwischen den USA und Mexiko unterstützen, über den jährlich Transaktionen im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar abgewickelt werden. Bitso zufolge nutzen bereits rund 15 % der Überweisungen entlang dieses Korridors die Infrastruktur des Unternehmens.
Bitso hat außerdem USDPT, einen US-Dollar-Stablecoin von Western Union, sowie Tethers USAT gelistet. Den vorliegenden Berichten zufolge werden beide von der Anchorage Digital Bank ausgegeben und verwahrt. Nutzer in Mexiko können USDPT über die Bitso-App mit Pesos kaufen und verkaufen; berechtigte Western-Union-Agenten können ihn gegen unterstützte Vermögenswerte eintauschen. Die Partnerschaft stärkt die regulierte Infrastruktur für Stablecoin-Zahlungen und die Verwahrung digitaler Vermögenswerte, während der Wettbewerb in Lateinamerika zunimmt. Für sich genommen deutet sie jedoch nicht auf einen unmittelbaren Preiskatalysator für die betreffenden Krypto-Assets hin.
Neutral
Die Entwicklung ist positiv für die Stablecoin-Infrastruktur und eine mögliche stärkere Nutzung, insbesondere für MXNB und digitale Zahlungen im Korridor zwischen den USA und Mexiko. Die Berichte beschreiben jedoch eine Partnerschaft sowie eine Ausweitung der Verwahrungs- und Listing-Unterstützung, nicht aber eine direkte Veränderung des Angebots, der Nachfrage oder der Zahlungsströme der Token, die sich eindeutig auf die Preise der genannten Vermögenswerte auswirken würde. Kurzfristige Handelsreaktionen könnten daher begrenzt bleiben, auch wenn Händler Veränderungen bei der MXNB-Aktivität, den Transaktionsvolumina und der Liquidität auf den unterstützten Chains beobachten dürften. Langfristig könnten ein breiterer Zugang und eine regulierte Verwahrung die Nutzung von Stablecoins fördern. Ob sich daraus jedoch ein nennenswerter Markteffekt ergibt, hängt von Wettbewerb, Akzeptanzraten und tatsächlichen Zahlungsvolumina ab. Insgesamt ergibt sich aus der Nachricht kein klarer, richtungsweisender Preiskatalysator für die genannten Kryptowährungen.