Alternativen zu Arkham erweitern die Möglichkeiten zur Nachverfolgung von Kryptowährungen

Arkham Intelligence hat vollständige Wallet-Verläufe, Chain-übergreifendes Tracking und Risikobewertungen in seinen kostenpflichtigen Enterprise-Tarif verlagert. Der kostenlose Tarif zeigt jetzt nur noch die 100 jüngsten Transaktionen eines Wallets an. Deshalb ziehen Nutzer Alternativen zu Arkham für Krypto-Ermittlungen und Compliance-Arbeit in Betracht. In einem Test wurden zwei Bitquery-Tools anhand des Truebit-Exploits vom Januar 2026 geprüft. Dabei stahl ein Angreifer 8.535 ETH im Wert von rund 26,4 Millionen US-Dollar und leitete die Gelder innerhalb von 53 Stunden an Tornado Cash weiter. Bitquery MoneyFlow bietet kostenloses visuelles Tracking über 17 Chains hinweg. Mit dem MCP-Tool können Nutzer KI-Assistenten bitten, Geldflüsse nachzuverfolgen und Risiken einzuschätzen. Dem Artikel zufolge verfolgten beide Tools die gestohlenen ETH bis zu Tornado Cash, automatisieren jedoch kein Chain-übergreifendes Tracking. Weitere Alternativen zu Arkham sind Nansen für Handelsanalysen, Chainalysis Reactor und TRM Labs für institutionelle Ermittlungen, Dune für SQL-basierte Analysen sowie Etherscan zur Prüfung einzelner Wallets und Transaktionen. Die kostenlosen Adresslabels von Arkham bleiben ein bemerkenswerter Vorteil. Der Autor des Artikels legt offen, dass er bei Bitquery arbeitet.
Neutral
Die Nachricht ist für den breiteren Kryptomarkt neutral. Sie betrifft den Zugang zu Analyse- und Ermittlungswerkzeugen für Blockchains, nicht eine Veränderung der Fundamentaldaten, des Angebots oder der Nachfrage einer großen Kryptowährung. Der Diebstahl bei Truebit ist ein schwerwiegender Sicherheitsvorfall, ereignete sich jedoch im Januar 2026. Der Artikel konzentriert sich auf die Nachverfolgung der Gelder und den Vergleich von Softwareoptionen, statt einen neuen Exploit oder weitere Verluste zu melden. Kurzfristig könnte die Änderung des kostenlosen Arkham-Tarifs einige Ermittler und Händler zu Bitquery oder anderen Analyseplattformen bewegen. Das kann die Produktnutzung und die Arbeitsabläufe von Teams beeinflussen, die verdächtige Wallets verfolgen, dürfte für sich genommen aber die breiten Kryptopreise kaum bewegen. Bei der Bewertung einzelner Token oder von Sicherheitsrisiken könnten Händler Wallet-Kennzeichnungen, Transaktionen über Mixer und Einzahlungen bei Börsen stärker beachten. Langfristig könnte der kostenpflichtige Zugang zu umfangreicheren historischen Daten und Risikowerkzeugen die Nachfrage nach Blockchain-Analysen auf institutionellem Niveau stärken und die Überwachungspraktiken verbessern. Keine Plattform kann jedoch die Wiederbeschaffung von Geldern garantieren oder nach dem Eintritt der Gelder in einen Mixer alle Nutzer zuverlässig identifizieren. Wie bei früheren Börsen-Hacks und Geldwäschefällen hängen die Marktauswirkungen in der Regel vom Umfang der Verluste, den betroffenen Vermögenswerten, dem Risikoengagement der Börsen und der Reaktion der Aufsichtsbehörden ab. Der Artikel liefert weder einen neuen marktweiten Schock noch Belege für eine unmittelbar drohende Instabilität, was eine neutrale Einschätzung stützt.