Ausnutzung eines verlassenen Smart Contracts von Aztec Connect entzieht 2,1 Mio. $
Ein Angreifer nutzte den verlassenen Smart Contract Aztec Connect aus und entwendete rund 2,1 Mio. USD (darunter 909 ETH, 270.000 DAI und 167 wstETH), indem er eine Verifikations-Mismatch ausnutzte. Aztec Labs erklärte, der Vorfall sei auf den veralteten Aztec Connect Contract beschränkt (im März 2023 abgeschaltet) und habe Assets oder Nutzer des aktuellen Aztec-Netzwerks nicht betroffen.
Das Sicherheitsunternehmen BlockSec erläuterte, dass die Aztec Connect-Logik die Ethereum-Transaktionsliste bei Verifikation und Settlement unterschiedlich interpretierte. Diese Lücke erlaubte dem Angreifer, unbesicherte Salden innerhalb des Contracts zu minten und abzuheben. Das Muster wiederholte sich siebenmal über sieben Assets.
Der Diebstahl fügt sich in die Reihe von DeFi-Zwischenfällen im Juni ein, nach dem 30-Millionen-Dollar-Verlust bei Humanity Protocol (8. Juni) und dem Syscoin Bridge-„Fake-Proof“-Exploit (7. Juni). Entwickler warnten außerdem, dass das Risiko eines verlassenen Aztec Connect Smart Contracts auch nach der Deprecation bestehen bleiben kann, da der deployte Code weiterhin ausnutzbar ist.
Für Trader ist dies ein gezieltes, protokollbezogenes Tail-Risiko und kein systemweites Marktereignis, stärkt jedoch die Notwendigkeit einer strengeren Überwachung von Legacy/immutable DeFi-Code.
Neutral
Der Exploit betrifft spezifisch einen veralteten Aztec Connect Smart Contract, und der Betreiber teilte mit, dass das aktuelle Aztec-Netzwerk sowie dessen Nutzer/Vermögenswerte nicht betroffen seien. Das begrenzt das direkte Kontagionsrisiko und ist laut beiden Zusammenfassungen unwahrscheinlich, die gesamte Marktliquidität zu bewegen. Kurzfristig könnten Trader eine lokale Risk-off-Stimmung gegenüber Legacy-DeFi/Bridge-Exposures (und möglicherweise ETH-denominierten Assets, die vom Angreifer erfasst wurden) beobachten, aber es gibt keinen Hinweis auf ein weit verbreitetes Protokollversagen oder ein großflächiges Auflösen von Assets. Langfristig ist die Auswirkung vor allem verhaltensbedingt: erneute Prüfungen unveränderlicher/aufgegebener Contracts könnten Monitoring und Risikopricing erhöhen, anstatt die Coin-Fundamentals sofort zu verändern.