Bank of America meldet die zweite Woche in Folge Mittelabflüsse aus US-Aktien

Kunden der Bank of America zogen in der vergangenen Woche 3,5 Milliarden US-Dollar aus US-Aktien ab. Damit kam es zum zweiten Wochenabfluss in Folge, nachdem sie in der Vorwoche Aktien im Wert von 15 Milliarden US-Dollar verkauft hatten. Die Bank-of-America-Analysten Jill Carey Hall und Trey Brown erklärten, dass Privatanleger die Verkäufe maßgeblich vorangetrieben hätten. Der Sektor Kommunikationsdienste – zu dem Telekommunikationsunternehmen sowie Medien- und Technologiefirmen wie Meta zählen – verzeichnete den größten wöchentlichen Abfluss seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2018. Der Industriesektor hatte den zweithöchsten Abfluss und verzeichnete damit die 13. Woche in Folge Nettoabzüge. Die Zahlen deuten auf anhaltenden Druck auf US-Aktien hin, insbesondere in den Bereichen Kommunikationsdienste und Industrie. Abflüsse aus US-Aktien könnten auch den Kryptohandel beeinflussen, wenn Anleger ihr Engagement in risikoreichen Anlagen allgemein zurückfahren. Der Bericht enthält jedoch keine direkten Daten zu Kapitalflüssen bei Kryptowährungen.
Bearish
Der Bericht ist für die Stimmung gegenüber Kryptowährungen moderat bearish, stellt jedoch keinen direkten Katalysator für den Kryptomarkt dar. Zwei Wochen in Folge mit Nettoverkäufen bei US-Aktien, die hauptsächlich von Privatanlegern getragen wurden, könnten auf eine geringere Risikobereitschaft hindeuten. In ausgeprägten Risk-off-Phasen entwickeln sich Kryptowährungen häufig ähnlich wie wachstumsstarke Aktien. Händler könnten daher beobachten, ob anhaltende Aktienabflüsse mit fallenden Aktienindizes, steigender Volatilität oder einer geringeren Nachfrage nach anderen spekulativen Anlagen einhergehen. Ähnliche Stressphasen am Aktienmarkt haben Bitcoin und andere Token mitunter durch einen breiteren Abbau von Verschuldung belastet. Der Zusammenhang ist jedoch nicht beständig, und kryptospezifische Nachrichten können ihn überlagern. Der jüngste Abfluss von 3,5 Milliarden US-Dollar ist zudem deutlich geringer als die 15 Milliarden US-Dollar der Vorwoche, was darauf hindeuten könnte, dass der Verkaufsdruck nachlässt statt zunimmt. Kurzfristig könnte die Nachricht eine vorsichtigere Positionierung fördern, stellt aber kein eindeutiges Verkaufssignal für Kryptowährungen dar. Langfristig hängt ihre Bedeutung davon ab, ob die Aktienabflüsse anhalten und mit einer Straffung der Finanzierungsbedingungen oder einer schwächeren Liquidität einhergehen. Der Artikel enthält keine direkten Belege zu Kapitalflüssen in Kryptofonds, Preisen oder Positionierungen; die potenziellen Auswirkungen sollten daher als indirekt betrachtet werden.