Zinserhöhung der Bank of England auf 4 Prozent hält weitere Schritte im Fokus

Die Bank of England erhöhte ihren Leitzins am 5. November um 25 Basispunkte auf 4 Prozent. Es war die erste Anhebung seit August 2023. Der Schritt war weithin erwartet worden, da der Inflationsdruck im Vereinigten Königreich anhielt: Die jährliche Verbraucherpreisinflation stieg im September auf 3,5 Prozent, während die Kern- und die Dienstleistungsinflation weiterhin hoch blieben. Analysten bezeichneten die Zinserhöhung der Bank of England als teilweise vorsorglich. Gouverneur Andrew Bailey sagte, es sei noch zu früh, um die Stärke der Zweitrundeneffekte der Inflation einzuschätzen. Er warnte außerdem, dass weitere Erhöhungen folgen könnten, falls der Iran-Krieg nicht beigelegt werde. Die Prognosen gehen auseinander: Einige Institutionen rechnen im kommenden Jahr mit mehreren Erhöhungen, durch die der Zinssatz möglicherweise auf über 4,5 Prozent steigen könnte. Die meisten Ökonomen erwarten hingegen eine weitere Erhöhung und anschließend eine Pause. Für Kryptohändler könnte eine straffere britische Geldpolitik die Risikobereitschaft und die Liquidität belasten, auch wenn die erwartete Zinserhöhung der Bank of England möglicherweise bereits eingepreist ist.
Bearish
Die Zinserhöhung und die Möglichkeit einer weiteren Straffung könnten die Kryptopreise indirekt unter Druck setzen, indem sie die Risikobereitschaft und die Liquidität verringern. Kurzfristig war die Zinserhöhung weithin erwartet worden, sodass ihre direkte Marktwirkung begrenzt sein könnte; Händler könnten sich stattdessen auf Inflationsdaten und Signale zu den nächsten Schritten der Bank of England konzentrieren. Sollten die Zinsen weiter steigen, könnten höhere Kreditkosten und die Konkurrenz durch renditestarke Anlagen die Nachfrage nach Kryptowährungen belasten. In den Zusammenfassungen wird jedoch keine bestimmte Kryptowährung genannt, und die geldpolitische Entscheidung verändert nicht direkt die Fundamentaldaten eines einzelnen Tokens. Die wahrscheinliche Wirkung ist daher eher ein moderater, makroökonomisch bedingter Gegenwind als ein eindeutiges Signal für einen bestimmten Vermögenswert; auch die globale Liquidität insgesamt und die Bedingungen am Kryptomarkt werden eine Rolle spielen.