Microsoft und Oracle legen zu, während Alphabets KI-Ausgaben den Cashflow belasten
Ausgaben für KI und der Cashflow sind für Anleger zu wichtigen Kennzahlen bei der Bewertung der großen Technologiekonzerne geworden. Microsoft meldete für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen freien Cashflow von 18,6 Milliarden Dollar – fast 10 Milliarden Dollar mehr als erwartet –, obwohl das Unternehmen 45,2 Milliarden Dollar in die Infrastruktur investierte. Der Umsatz von Azure wuchs um 48 Prozent, und die Microsoft-Aktie stieg nach Börsenschluss um mehr als 3 Prozent.
Die Oracle-Aktie legte um fast 11 Prozent zu, nachdem das Unternehmen zugesagt hatte, die externe Finanzierung zu begrenzen, und für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2028 eine Rückkehr zu einem positiven Cashflow prognostiziert hatte.
Der Umsatz von Alphabet erreichte im dritten Quartal 2026 127,6 Milliarden Dollar, verfehlte jedoch die Schätzungen. Der Umsatz von Google Cloud hat sich auf 30,71 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt, während die Investitionsausgaben auf 51,4 Milliarden Dollar stiegen und der freie Cashflow mit rund 9,1 Milliarden Dollar ins Minus rutschte. Die Aktie fiel nach Börsenschluss um fast 10 Prozent. Gründe waren das langsamere Wachstum der Suche und Sorgen über die Kosten des KI-Ausbaus.
Die unterschiedlichen Marktreaktionen zeigen, dass Anleger nicht nur auf KI-Investitionen achten, sondern auch darauf, ob die Unternehmen diese finanzieren und zugleich weiterhin Cashflow erwirtschaften können. Im Blick stehen die Ausgabenpläne von Alphabet, Microsofts Fähigkeit, das Wachstum von Azure und den Cashflow aufrechtzuerhalten, sowie Oracles Fortschritte auf dem Weg zu seinem Cashflow-Ziel.
Neutral
Der Artikel beschreibt eine geteilte Reaktion auf die Unternehmensergebnisse und keine direkte Veränderung der Fundamentaldaten des Kryptomarkts. Microsoft und Oracle wurden dafür belohnt, dass sie zeigten, wie sich KI-Investitionen mit der Generierung von Barmitteln oder einem glaubwürdigen Finanzierungsplan vereinbaren lassen. Alphabet hingegen wurde wegen eines negativen freien Cashflows und des langsameren Wachstums im Suchgeschäft abgestraft. Dies könnte die Stimmung gegenüber KI-nahen Aktien und Krypto-Assets, die mit KI beworben werden, geringfügig beeinflussen. Der Artikel liefert jedoch keine Belege für direkte Veränderungen bei der Regulierung oder Akzeptanz von Kryptowährungen, der Liquidität oder der On-Chain-Aktivität. Kurzfristig könnten Händler auf die allgemeine Risikobereitschaft und die Kursbewegungen bei Technologiewerten reagieren. Ein starker Ausverkauf großer Technologieaktien könnte Kryptowährungen durch eine defensivere Positionierung belasten, während das Vertrauen in KI-Investitionen entsprechende Narrative stützen könnte. Langfristig bleiben für den Kryptomarkt die Liquidität digitaler Assets, die Zinssätze, institutionelle Kapitalströme und die Fundamentaldaten der einzelnen Projekte entscheidend. In der Vergangenheit fielen Phasen schwankender Ergebnisse von Technologieunternehmen mitunter mit Kursbewegungen bei Bitcoin und anderen Risikoanlagen zusammen, doch die Korrelation ist nicht beständig. Insgesamt sind die Nachrichten für den Kryptomarkt neutral, solange kein stärkerer Übertragungsmechanismus besteht.