Binance gleicht die Verluste durch den Hack mit 6,34 Milliarden Dollar aus Unternehmensmitteln aus

Binance-CEO Richard Teng erklärte, die Börse werde sämtliche Verluste aus dem Hack dieser Woche mit Unternehmensmitteln decken. Kundengelder seien nicht betroffen. Binance habe mehr als 6,34 Milliarden US-Dollar zurückgelegt, darunter 5 Milliarden US-Dollar, die bereits in den gestohlenen Token wie USDC, USDT, BTC, ETH und BNB gehalten würden. Die übrigen Vermögenswerte kaufe die Börse über den Markt und außerbörsliche Kanäle hinzu. Teng zufolge nutzte der Angreifer eine EIP-7702-Delegation, um die üblichen Genehmigungskontrollen von Binance zu umgehen, und setzte einen Selbstzerstörungsmechanismus ein, um Werkzeuge und Spuren zu löschen. Binance setzte Auszahlungen aus, während das Unternehmen die Sicherheit überprüft, und will sie bis Sonntag wieder ermöglichen. Bis Montag soll ein vollständiger Proof-of-Reserves-Bericht veröffentlicht werden. Der Angreifer bewegte weiterhin Gelder auf Tron. Aave teilte unterdessen mit, die V3- und V4-Märkte nach einer vorsorglichen Sperrung wieder geöffnet zu haben. Binances Reaktion könnte Nutzer beruhigen, doch der Hack wirft Fragen zur Sicherheit von Hot Wallets auf und dürfte die Aufmerksamkeit auf Börsenrisiken und die Volatilität des Kryptomarkts lenken.
Neutral
Die unmittelbaren Auswirkungen auf den Markt sind gemischt, weshalb eine neutrale Einschätzung angemessen ist. Binances Zusage, die Verluste aus Unternehmensmitteln zu decken, die Erklärung, dass die Kundengelder unberührt geblieben seien, und der geplante Bericht zum Proof of Reserves könnten Panik und Abhebungen eindämmen. Diese Zusicherungen könnten das Vertrauen in BNB und die breitere, börsenbezogene Aktivität stützen. Gleichzeitig geben das Ausmaß des Hacks und Berichte, wonach die üblichen Genehmigungskontrollen umgangen wurden, Anlass zur Sorge hinsichtlich der Sicherheit von Hot Wallets und operativer Risiken. Anhaltende Bewegungen der gestohlenen Gelder könnten kurzfristige Unsicherheit verursachen, während ausgesetzte Abhebungen Händler dazu veranlassen könnten, ihr Engagement an der Börse zu verringern oder Vermögenswerte in die eigene Verwahrung zu übertragen. Solche Reaktionen könnten die Volatilität erhöhen, insbesondere bei Token oder Handelsplätzen, die direkt mit dem Vorfall verbunden sind, ohne zwangsläufig anhaltende Verkäufe am Gesamtmarkt auszulösen. Frühere Ausfälle und Hacks von Börsen, darunter Mt. Gox und FTX, zeigen, dass ein Vertrauensverlust starke Abhebungen und breitere Verkäufe auslösen kann. Dieser Fall unterscheidet sich dadurch, dass Binance nach eigenen Angaben den Verlust selbst tragen und Kundenguthaben schützen wird. Kurzfristig dürften Händler die Verfügbarkeit von Abhebungen, die On-Chain-Geldflüsse und die angekündigte Offenlegung der Reserven beobachten. Langfristig könnte der Vorfall die Forderungen nach unabhängiger Überprüfung, strengeren Wallet-Kontrollen und einem klareren Risikomanagement bei Börsen verstärken. Wenn Binance seine Zusagen einhält, könnte sich das Vertrauen erholen; weitere Sicherheitsbefunde oder Verzögerungen könnten den Druck erneut erhöhen.