Binance-Hack lässt 233 Millionen XRP in einer nicht einfrierbaren Wallet zurück

Arkham zufolge wurden die ersten XRP im Wert von rund 300 Millionen US-Dollar, die mit dem gemeldeten Binance-Hack in Verbindung stehen, am 29. Oktober an eine neu erstellte Wallet gesendet. Aufzeichnungen des XRP Ledger zeigen fünf Überweisungen im Umfang von insgesamt 233,46 Millionen XRP. Bis zum 30. Oktober hatte die Wallet keine Gelder weitergeleitet. Beim angegebenen Kurs von 1,25 US-Dollar war das Guthaben rund 292 Millionen US-Dollar wert – etwa 7,6 % des gemeldeten XRP-Handelsvolumens innerhalb von 24 Stunden. Anders als manche Stablecoins kann XRP nicht von einem Token-Emittenten eingefroren werden. Daher könnte die Person, die die Wallet kontrolliert, die Gelder bewegen. Laut dem Artikel umfasste der umfassendere Diebstahl rund 6,36 Milliarden US-Dollar über mehrere Blockchains hinweg, wobei die XRP-Wallet nicht zu der von Arkham verfolgten Hacker-Entität gehört. Während des Vorfalls fiel XRP auf 1,2002 US-Dollar, bevor sich der Kurs auf etwa 1,25 US-Dollar erholte. Er blieb unter den exponentiellen gleitenden 50- und 200-Tage-Durchschnitten. Händler beobachten die Wallet auf mögliche Bewegungen: Eine große Überweisung an Börsen könnte den Verkaufsdruck erhöhen, während anhaltende Inaktivität die unmittelbaren Auswirkungen begrenzen könnte.
Bearish
Der gemeldete gestohlene Betrag stellt für XRP kurzfristig einen Belastungsfaktor dar. Mit etwa 233,46 Millionen XRP hält die Wallet eine Menge, die rund 7,6 % des im Artikel angegebenen 24-Stunden-Handelsvolumens entspricht. Werden die Mittel auf Börsen transferiert oder über Liquiditätsplattformen verkauft, könnten Händler ein zusätzliches Angebot einpreisen und mit Stop-Loss-Verkäufen reagieren. Die Inaktivität der Wallet und die Angabe des Artikels, dass XRP nicht eingefroren werden kann, verringern die Wahrscheinlichkeit eines unmittelbaren Verkaufs, lassen jedoch ein ungeklärtes Risiko bestehen, das die Volatilität verstärken kann. Die beschriebene Reaktion des Gesamtmarkts war gemischt: Während des Vorfalls fiel XRP, erholte sich bis zum folgenden Morgen jedoch stärker als mehrere andere aufgeführte Vermögenswerte. Diese Erholung deutet darauf hin, dass Händler noch keine Anzeichen für eine Liquidierung von XRP gesehen hatten, und bestätigt nicht, dass das Risiko verschwunden war. Technisch gesehen notierte XRP bereits unter seinen 50- und 200-Tage-EMAs; der Artikel nennt 1,2002 US-Dollar als kurzfristige Unterstützung. Ein Durchbruch unter dieses Niveau könnte den Verkaufsdruck verstärken, insbesondere in Verbindung mit Aktivitäten in der Wallet. Ein nachhaltiges Halten oberhalb des Niveaus ohne Mittelabflüsse könnte den unmittelbaren Druck hingegen mindern. Wie bei früheren Börsen-Hacks führt die anfängliche Unsicherheit häufig zu Volatilität; die längerfristigen Auswirkungen hängen davon ab, ob die gestohlenen Vermögenswerte transferiert, wiederbeschafft oder verkauft werden. Diese Einschätzung gibt die Aussagen des Artikels wieder und bestätigt den gemeldeten Diebstahl nicht unabhängig.