Angriff auf Binance führt zu verstärkten Kontrollen bei US-Banken, während 2,85 Milliarden Dollar eingefroren werden
Der Angriff auf Binance am 29. Oktober betraf digitale Vermögenswerte im Wert von rund 6,34 Milliarden US-Dollar. Als Binance seinen Bericht zum Vorfall veröffentlichte, waren etwa 2,85 Milliarden US-Dollar eingefroren oder abgefangen worden. Dem Bericht zufolge ging der Angriff auf kompromittierte Software zurück, die ein Ingenieur installiert hatte. Darauf folgten Social Engineering, gestohlene Zugangsdaten und Schadsoftware.
Nach dem Angriff auf Binance kontaktierten die Federal Reserve und das Office of the Comptroller of the Currency Banken wegen ungewöhnlicher Aktivitäten und Dienstunterbrechungen. Die Banken überprüfen ihre Systeme und ihre Reaktion auf Sicherheitsvorfälle. Binance erklärte, den Bericht mit seinen Bankpartnern geteilt zu haben, keine sie betreffenden Schwachstellen zu kennen, seine Sicherheitskontrollen verstärkt und unabhängige Experten mit der Untersuchung des Vorfalls beauftragt zu haben. Die Anfragen rücken die Verwahrung von Kryptowerte und das Kontrahentenrisiko stärker in den Fokus. Die Berichte deuten jedoch weder auf Störungen bei Partnerbanken noch auf eine Änderung der US-Kryptopolitik hin.
Bearish
Der Angriff auf Binance und der Umfang der betroffenen Vermögenswerte könnten die Stimmung gegenüber Binance und dem zugehörigen Token BNB kurzfristig belasten. Händler könnten auf den Sicherheitsverstoß und die verstärkte Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden reagieren, indem sie ihr Engagement reduzieren oder eine höhere Risikoprämie verlangen. In den Berichten heißt es jedoch nicht, dass Partnerbanken von Dienstunterbrechungen betroffen waren, und die regulatorischen Untersuchungen allein deuten nicht auf eine Änderung der US-Kryptopolitik hin. Diese Faktoren könnten eine breitere Ausstrahlung begrenzen. Langfristig hängt die Auswirkung auf BNB davon ab, ob die Sicherheitsüberprüfung und die verbesserten Kontrollen von Binance das Vertrauen wiederherstellen; die Zusammenfassungen enthalten keine direkten Preis- oder Marktdaten, die Ausmaß oder Dauer möglicher Auswirkungen bestätigen.