Der Binance-Hack begann mit dem Diebstahl von XRP im Wert von 296 Millionen Dollar
Eine Blockchain-Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass der Binance-Hack mit dem Diebstahl von 233,46 Millionen XRP im Wert von rund 296 Millionen US-Dollar begann. Laut TRM Labs wurden die Gelder zwischen 20:05 und 20:09 UTC in koordinierten Transfers aus fünf Binance-Wallets abgezogen, nachdem die Angreifer sich mindestens 36 Stunden lang vorbereitet hatten.
Anschließend griff der Binance-Hack auf weitere Netzwerke über. Gegen 20:20 UTC transferierte eine Bitcoin-Hot-Wallet von Binance 18.270 BTC im Wert von rund 1,47 Milliarden US-Dollar. Auf Ethereum nutzten die Angreifer vorab signierte Autorisierungen und die EIP-7702-Funktion zur Kontodelegierung, um 167.464 ETH, USDT und weitere Token abzuschöpfen. Ermittler stellten bis zum 30. Oktober, 00:30 UTC, Transfers im Wert von rund 6,36 Milliarden US-Dollar über zehn Blockchains hinweg fest. TRM erklärte, dass die XRP zum Zeitpunkt der Untersuchung noch nicht bewegt worden waren.
TRM schrieb die Operation mit hoher Sicherheit TraderTraitor zu, einer mit Nordkorea verbundenen Hackergruppe. Binance hat jedoch nicht unabhängig bestätigt, wer dafür verantwortlich war. Binance erklärte, Vermögenswerte im Umfang von rund 3 Milliarden US-Dollar eingefroren zu haben und Kunden entschädigen zu wollen. Laut dem Artikel verstärkte der Vorfall die Sorgen um die Sicherheit von Kryptobörsen und trug zu einem starken Rückgang von BNB bei.
Bearish
Die Nachricht belastet die Stimmung am Kryptomarkt kurzfristig, da ein gemeldeter Cross-Chain-Diebstahl im Umfang von 6,36 Milliarden US-Dollar Sorgen hinsichtlich der Sicherheit von Börsen, der Verwahrung von Vermögenswerten und eines möglichen Verkaufs oder einer Geldwäsche der gestohlenen Gelder aufwirft. Die koordinierten Transfers von XRP, Bitcoin und Ethereum könnten Händler dazu veranlassen, ihr Engagement in börsengebundenen Vermögenswerten zu reduzieren und weitere Abflüsse zu beobachten. Dem Artikel zufolge fiel auch BNB stark, was die unmittelbare Neubewertung der Risiken rund um Binance widerspiegelt.
Der Umfang der Transfers bedeutet nicht, dass Vermögenswerte im Wert von 6,36 Milliarden US-Dollar zwangsläufig am freien Markt verkauft wurden. TRM zufolge war das gestohlene XRP zum Zeitpunkt der Untersuchung noch nicht bewegt worden. Binance meldete, Vermögenswerte im Wert von rund 3 Milliarden US-Dollar eingefroren zu haben. Diese Faktoren könnten den unmittelbaren Verkaufsdruck begrenzen. Händler dürften Wallet-Bewegungen, Börsenreserve-Daten, Tokenpreise sowie bestätigte Informationen zur Wiederbeschaffung oder Entschädigung im Blick behalten. Die Unsicherheit über die genaue Angriffsmethode und die mutmaßlichen Täter könnte die Volatilität kurzfristig aufrechterhalten.
Größere Börsen-Hacks haben in der Vergangenheit häufig zunächst eine risikoscheue Reaktion ausgelöst, insbesondere beim Token der betroffenen Plattform. Die breiteren Auswirkungen auf den Markt hingen davon ab, ob gestohlene Vermögenswerte verkauft und Verluste der Kunden ersetzt wurden. Langfristig könnten eine glaubwürdige Entschädigung und stärkere Sicherheitskontrollen dazu beitragen, das Vertrauen wiederherzustellen. Bleiben die Verluste ungelöst oder wiederholen sich ähnliche Vorfälle, könnte das Ereignis die Forderungen nach strengeren Verwahrungsstandards verstärken und das Vertrauen in zentralisierte Börsen beeinträchtigen. Es handelt sich um einen negativen, sicherheitsbedingten Impuls und nicht um einen Beleg für einen Fehler im XRP Ledger selbst.