Binance-Hacker verkauft mehr als 130 Altcoins für fast 279 Millionen US-Dollar

Das Blockchain-Analyseunternehmen Lookonchain erklärte, der Binance-Hacker habe mehr als 130 Altcoins über EVM-kompatible Netzwerke verkauft und dabei rund 279 Millionen US-Dollar eingenommen. Zu den gemeldeten Verkäufen gehörten 123.400 ETH im Wert von etwa 277,26 Millionen US-Dollar, 1,69 Millionen USDC und 499,9 Milliarden SHIB im Wert von rund 1,96 Millionen US-Dollar. Berichten zufolge tauschte der Hacker außerdem 970.522 SOL im Wert von etwa 95,9 Millionen US-Dollar gegen BTC. Der Angriff soll Vermögenswerte im Wert von rund 6,3 Milliarden US-Dollar betroffen haben. Binance teilte mit, etwa 95 Prozent der betroffenen Vermögenswerte wieder aufgefüllt zu haben. Das Unternehmen werde die Verluste der Nutzer übernehmen und zugleich die noch ausstehenden Token-Guthaben wiederherstellen. Im Zuge des breiteren Ausverkaufs am Markt fiel SHIB am 29. Oktober auf 0,00000446 US-Dollar und erholte sich anschließend wieder. Zum Zeitpunkt des Berichts wurde SHIB bei 0,00000469 US-Dollar gehandelt, ein Wochenminus von 3,14 Prozent. Weitere Verkäufe durch den Binance-Hacker könnten den kurzfristigen Verkaufsdruck aufrechterhalten, während Binances Erstattungsmaßnahmen dazu beitragen könnten, die Sorgen über Verluste der Nutzer zu mindern.
Bearish
Das unmittelbare Marktsignal ist bearish. Berichten zufolge hat ein Hacker mehr als 130 Altcoins liquidiert und große Summen in ETH, USDC und BTC verschoben. Der anhaltende Verkauf gestohlener Vermögenswerte kann das Angebot am Markt direkt erhöhen, die betroffenen Token belasten und Händler dazu veranlassen, ihr Risiko zu reduzieren. Der gemeldete Rückgang des SHIB-Kurses während des mit dem Sicherheitsvorfall verbundenen Ausverkaufs zeigt, wie Sicherheitsvorfälle die Volatilität und die negative Marktstimmung verstärken können. Ähnliche Hacks von Kryptobörsen haben häufig kurzfristige Ausverkäufe ausgelöst, da Händler die Verwahrungsrisiken, die Liquidität und die Möglichkeit weiterer Zwangsverkäufe neu bewerten. Das hier gemeldete Ausmaß – betroffene Vermögenswerte im Wert von etwa 6,3 Milliarden US-Dollar – könnte diese Bedenken verstärken, obwohl der Artikel nicht belegt, dass der gesamte Betrag verkauft wurde. Die Aussage von Binance, etwa 95 % der betroffenen Vermögenswerte wieder aufgefüllt zu haben und die Verluste der Nutzer zu übernehmen, wirkt hingegen beruhigend. Sie könnte die Sorge vor Verlusten für Kunden oder einer umfassenderen Vertrauenskrise mindern. Kurzfristig könnten Händler On-Chain-Transfers, Zuflüsse zu Börsen, die Liquidität der betroffenen Token sowie die Kursentwicklung von BTC und ETH beobachten, um Anzeichen für anhaltende Liquidationen oder eine Ausbreitung der Folgen zu erkennen. Sollten die Verkäufe weitergehen, könnten Volatilität und Abwärtsdruck anhalten. Langfristig könnten erfolgreiche Entschädigungen und strengere Sicherheitskontrollen das Vertrauen wiederherstellen. Die dauerhaften Auswirkungen hängen von den Ermittlungsergebnissen, der Wiederbeschaffung der verbleibenden Vermögenswerte und davon ab, ob der Vorfall breitere Zweifel an der Sicherheit von Kryptobörsen auslöst.