Diebstahl bei Binance treibt Verluste durch Krypto-Sicherheitsvorfälle auf Rekordniveau
Die Verluste durch Sicherheitsvorfälle im Kryptobereich überstiegen 2026 die Marke von 8 Milliarden US-Dollar – ein Rekord. Zuvor waren bei einem Vorfall im Oktober bei Binance Berichten zufolge mehr als 6 Milliarden US-Dollar gestohlen worden, wie Zach Pandl, Forschungschef von Grayscale, mitteilte. Ohne den Diebstahl bei Binance hätten die Verluste insgesamt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gelegen. Langfristig sind die Sicherheitsverluste gemessen am Gesamtwert des Kryptomarktes zurückgegangen.
Binance hat 95 Prozent der Guthaben betroffener Kunden wiederhergestellt. Bei den übrigen 5 Prozent handelt es sich um weniger liquide Token, deren Ersatz länger dauern könnte. Es wird jedoch nicht erwartet, dass die Kunden die Verluste tragen müssen. Tether und Circle froren rund 2,9 Milliarden US-Dollar ein – 45 Prozent der gestohlenen Gelder. Diese sollen voraussichtlich an Binance zurückgegeben werden.
Der Sicherheitsvorfall bei Binance könnte das Vertrauen in den Markt kurzfristig beeinträchtigen. Pandl zufolge könnte er Börsen auch dazu bewegen, ihre Schutzmaßnahmen zu verbessern, und die Aufmerksamkeit auf die institutionelle Verwahrung lenken. Dazu zählen getrennt verwahrte Bestände, Offline-Speicherung, Multisignatur-Wallets, interne Kontrollen und Versicherungen, die von in den USA gehandelten Krypto-Börsenprodukten genutzt werden.
Neutral
Der Vorfall stellt ein kurzfristiges Vertrauensrisiko für die Kryptomärkte dar: Ein Diebstahl dieses Ausmaßes könnte Händler dazu veranlassen, die Risiken von Börsen und der Verwahrung von Vermögenswerten neu zu bewerten, was die Vorsicht und die Volatilität möglicherweise erhöht. Die Zusammenfassungen nennen jedoch keinen bestimmten Coin, dessen Preis direkt betroffen wäre, und es wird nicht erwartet, dass Binance-Kunden die Verluste tragen müssen. Die Wiederherstellung von 95 % der betroffenen Guthaben und das Einfrieren von etwa 45 % der gestohlenen Gelder begrenzen zudem die unmittelbaren Auswirkungen auf die Kunden. Langfristig könnten stärkere Schutzmaßnahmen der Börsen und eine breitere Nutzung institutioneller Verwahrung die Widerstandsfähigkeit des Marktes fördern. Insgesamt stehen bei diesem Ereignis gegenläufige Risiken und Schutzmaßnahmen im Raum, weshalb die erwarteten Auswirkungen auf die Preise der genannten Kryptowährungen neutral sind.