Bitcoin hält sich nahe 80.000 US-Dollar, während Händler auf eine Erholung auf 94.000 US-Dollar hoffen
Bitcoin könnte sich laut dem Analysten Doctor Profit einem lokalen Tief bei etwa 80.000 US-Dollar nähern. Er sieht den Bereich von 79.000 bis 81.000 US-Dollar als wichtige Unterstützungs- und Akkumulationszone. Zudem hätten Bitcoin-Treasury-Unternehmen und Anleger in Spot-ETFs durchschnittliche Einstiegspreise von etwa 80.000 bis 81.500 US-Dollar. Erneute Spotkäufe und langsamere Gewinnmitnahmen könnten darauf hindeuten, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Der Analyst sagt außerdem, dass viele Privatanleger inzwischen pessimistisch eingestellt seien, während langfristige Halter ihre Bestände weitgehend behielten. Sollte sich Bitcoin erholen, hält er einen Anstieg in Richtung 94.000 US-Dollar für möglich. Ein Tagesschluss über dem 50-Tage-EMA wäre ein positives Signal.
Börsendaten zeigen, dass die Bitcoin-Zuflüsse von Privatanlegern zu Binance mit 10,75 Milliarden US-Dollar auf 30-Tage-Basis einen Sechsmonatshöchststand erreicht haben; zuvor waren es 5,5 Milliarden US-Dollar. Im Gegensatz dazu sanken die Zuflüsse von Großinvestoren („Walen“) von 5,9 Milliarden US-Dollar Ende August auf 3,8 Milliarden US-Dollar. Das deutet darauf hin, dass große Halter ihre Coins nicht rasch zum Verkauf auf Börsen transferieren. Die Zahlen weisen auf unterschiedliche Verhaltensweisen der Händler hin, garantieren jedoch keine Erholung von Bitcoin.
Bullish
Die Nachricht ist moderat positiv für Bitcoin, da sie mehrere mögliche Anzeichen für eine Unterstützung im Bereich von 80.000 US-Dollar beschreibt: erneute Spotkäufe, nachlassende Gewinnmitnahmen und geringere Zuflüsse von Whale-Adressen zu Binance. Wenn große Halter keine Coins an Börsen senden, könnte das unmittelbar verfügbare Verkaufsangebot begrenzter sein. Der Analyst nennt außerdem die Spanne von 79.000 bis 81.000 US-Dollar als Unterstützungszone und einen Tagesschluss über dem 50-Tage-EMA als mögliches Bestätigungssignal.
Die Divergenz zwischen Kleinanlegern und Whales ist nicht eindeutig. Steigende Zuflüsse von Kleinanlegern zu Börsen können darauf hindeuten, dass mehr Coins zum Verkauf bereitstehen; eine pessimistische Stimmung allein belegt jedoch nicht, dass ein Tief erreicht ist. Auch der Wert von 54 beim Fear and Greed Index bestätigt für sich genommen keine weitverbreitete Angst am Markt. Ähnliche Marktlagen haben mitunter Erholungsrallys begünstigt, wenn der Verkaufsdruck nachließ und Käufer eine weithin beachtete Marke verteidigten. Die Unterstützung kann jedoch versagen, wenn die Nachfrage nachlässt oder sich die allgemeinen Marktbedingungen verschlechtern.
Kurzfristig könnten Händler beobachten, ob Bitcoin die Zone von 79.000 bis 81.000 US-Dollar hält, ob die Spotnachfrage anhält und ob der Kurs über dem 50-Tage-EMA schließt. Ein Rückgang unter die Unterstützung könnte erneute Verkäufe auslösen; eine bestätigte Erholung könnte das Kursziel des Analysten von 94.000 US-Dollar in den Fokus rücken. Langfristig würden anhaltende Akkumulation und zurückhaltende Einzahlungen von Whales die Marktstabilität stützen. Der Artikel gibt jedoch eine Analysteneinschätzung wieder und ist keine Garantie für die Kursentwicklung.