Bitcoin hält sich über 81.000 US-Dollar, während die Fed die Zinsen unverändert lässt
Die US-Notenbank Federal Reserve ließ die Zinsen unverändert, nachdem sie im September erstmals seit Mitte 2023 angehoben worden waren. Zwei der zwölf Entscheidungsträger stimmten dagegen und votierten für eine Erhöhung des Leitzinses auf 4 bis 4,25 Prozent. Fed-Chef Kevin Warsh verwies auf die widerstandsfähige Wirtschaftsaktivität und sagte, die Inflation liege weiterhin über dem Ziel des Ausschusses. Zugleich betonte er, dass geldpolitische Entscheidungen nicht an ein bestimmtes Datum gebunden seien und die Politik dabei keine Rolle gespielt habe. Bitcoin schwankte rund um die Sitzung zwischen etwa 79.500 und 81.700 US-Dollar und stieg nach Warshs Pressekonferenz wieder über 81.000 US-Dollar. Die Zinspause der Fed stützte Bitcoin kurzfristig, doch die anhaltende Inflation und die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung könnten die Kryptomärkte weiterhin volatil halten.
Neutral
Die Entscheidung der Fed, die Zinsen unverändert zu lassen, war weitgehend erwartet worden, sodass die unmittelbaren Auswirkungen auf die Märkte begrenzt blieben. Nach der Pressekonferenz stieg Bitcoin kurzzeitig wieder über 81.000 US-Dollar. Das deutet darauf hin, dass die Händler die Zinspause als teilweise beruhigend auffassten. Zwei Entscheidungsträger sprachen sich jedoch für eine Zinserhöhung aus, und Warsh sagte, die Inflation liege weiterhin über dem Ziel der Fed. Dieser leicht restriktive Unterton könnte die Risikobereitschaft dämpfen und zinssensitive Vermögenswerte, darunter Kryptowährungen, anfällig für Veränderungen bei Konjunkturdaten und Zinserwartungen halten. Ähnliche Fed-Mitteilungen haben häufig zu starken, aber kurzlebigen Bewegungen am Kryptomarkt geführt: Händler reagieren zunächst auf die Entscheidung und bewerten anschließend die Aussagen des Vorsitzenden und den künftigen geldpolitischen Kurs neu. Kurzfristig könnte Bitcoin rund um die Veröffentlichung makroökonomischer Daten und mögliche Hinweise auf eine Zinserhöhung im Dezember volatil bleiben. Langfristig dürften die Entwicklung von Inflation und Beschäftigung sowie die Geldpolitik wichtiger sein als diese weithin erwartete Pause. Da es sowohl unterstützende als auch mahnende Signale gibt, ist die Gesamtwirkung neutral.