KI-Risiken bei Bitcoin, Betrug an Nutzern und die Unterstützung von BTC bei 81.000 US-Dollar
Binance-Gründer Changpeng Zhao sagte, dass es unwahrscheinlich sei, dass KI die Kryptografie von Bitcoin knackt. Durch gestohlene persönliche Daten würden Phishing- und Social-Engineering-Angriffe jedoch überzeugender. Chainalysis schätzt, dass KI-gestützte Betrugsmaschen 2025 4,5-mal profitabler waren als traditionelle Betrugsmaschen, während Fälle von Identitätsbetrug um mehr als 1.400 % zunahmen. Die Gesamteinnahmen aus Kryptobetrug wurden auf 17 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Quantencomputer bleiben ein längerfristiges Risiko. Laut Quantum Alliance befinden sich 6,4 Millionen BTC auf Adressen, deren Schlüssel öffentlich sichtbar sind. Bitcoin-Entwickler diskutieren den Entwurf des Vorschlags BIP-360 für quantenresistente Adressen. Derzeit gibt es jedoch keinen Quantencomputer, der die Signaturen von Bitcoin knacken kann.
BTC wurde bei 81.817 US-Dollar gehandelt und lag damit innerhalb von 24 Stunden 0,8 % im Minus, nachdem Käufer den Bereich um 81.000 US-Dollar zweimal verteidigt hatten. Seit dem 1. Oktober haben große Wallets 9.458 BTC im Wert von rund 771,5 Millionen US-Dollar von Wintermute abgezogen. Der Widerstand liegt bei 82.100–82.850 US-Dollar; 84.900 US-Dollar ist eine wichtige Marke für eine stärkere Erholung. Ein Tagesschluss unter 80.394 US-Dollar könnte den Weg zu einer Unterstützung bei etwa 76.200 US-Dollar freimachen.
Für die kurzfristige Richtung von Bitcoin verweist der Artikel auf makroökonomische Faktoren: hohe Ölpreise im Zusammenhang mit den Spannungen mit Iran, die Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen beibehält oder erhöht, sowie die US-Zwischenwahlen am 3. November. Diese Faktoren könnten die Risikobereitschaft dämpfen, auch wenn BTC seine Unterstützung hält.
Neutral
Die unmittelbare Marktwirkung ist neutral: CZs Kommentare sind in erster Linie eine Sicherheitswarnung und deuten weder auf eine Änderung des Bitcoin-Protokolls noch auf einen unmittelbar bevorstehenden Bruch der Kryptografie hin. Der Artikel berichtet außerdem von anhaltenden Käufen durch große Wallets und davon, dass der Bereich um 81.000 US-Dollar wiederholt verteidigt wurde, was die Stimmung stützen könnte. Der Kurs lag jedoch 0,8 Prozent im Minus, und das erwähnte makroökonomische Umfeld – hohe Ölpreise, Erwartungen an eine restriktive Fed und Unsicherheit im Zusammenhang mit der Wahl – könnte die Risikobereitschaft begrenzen.
Kurzfristig dürften Händler den technischen Niveaus von BTC und makroökonomischen Schlagzeilen mehr Aufmerksamkeit schenken als der Fähigkeit von KI, Bitcoin selbst anzugreifen. Ein Anstieg über 82.100 bis 82.850 US-Dollar und anschließend ein Durchbruch über 84.900 US-Dollar würden das Erholungsszenario stärken. Ein Tagesschlusskurs unter 80.394 US-Dollar könnte dagegen den Bereich um 76.200 US-Dollar in den Blick rücken und den Verkaufsdruck erhöhen. Sorgen vor Betrug könnten zu größerer Vorsicht führen und die Nachfrage nach sicherer Verwahrung stärken, dürften für sich genommen aber nicht die Kursrichtung von BTC bestimmen.
In der Vergangenheit haben Sicherheitswarnungen und Betrugsberichte das Vertrauen in Börsen oder einzelne Projekte meist unmittelbarer beeinträchtigt als das zugrunde liegende Bitcoin-Netzwerk. Langfristig könnten Fortschritte bei quantenresistenten Standards wie BIP-360 in den Mittelpunkt des Marktinteresses rücken, falls glaubwürdige Quantenfähigkeiten entstehen. Derzeit ist die Bedrohung noch perspektivisch; die unmittelbareren Einflussfaktoren bleiben Zinsen, Schocks am Energiemarkt und die allgemeine Risikostimmung.