Bitcoin fällt unter 80.000 US-Dollar, während große Kryptowährungen nachgeben
Bitcoin fiel am 26. Oktober 2026 unter 80.000 US-Dollar. Auch Ether, XRP und Solana gaben nach. Veröffentlichte Momentaufnahmen zeigten Bitcoin bei rund 79.800 US-Dollar, Ether bei etwa 2.310 US-Dollar, XRP bei 1,28 US-Dollar und Solana nahe 100,59 US-Dollar.
Berichten zufolge sorgten Liquidationen gehebelter Positionen und Abflüsse aus US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs für zusätzlichen Druck. Crypto.news meldete ETF-Abflüsse von 773,5 Millionen US-Dollar innerhalb von zwei Handelssitzungen. Die Schätzungen zu den Liquidationen wichen deutlich voneinander ab: CoinCentral berichtete von mehr als 810 Millionen US-Dollar innerhalb von 24 Stunden, während Crypto.news die Gesamtsumme mit 154,23 Millionen US-Dollar bezifferte.
Die Händler beobachteten den geldpolitischen Beschluss der Federal Reserve am 28. Oktober, die US-PCE-Inflationsdaten und den gemeldeten Verfall von Bitcoin-Optionen im Wert von 11 Milliarden US-Dollar. Coinpedia nannte 78.800 US-Dollar als Marke mit Liquidationsrisiko. CoinCentral zufolge müsste Bitcoin die Marke von 82.500 US-Dollar zurückerobern, um eine mögliche Stabilisierung anzudeuten. Dabei handelt es sich um berichtete Orientierungsmarken, nicht um Prognosen.
Bearish
Das unmittelbare Marktsignal ist bärisch: Bitcoin fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar, während auch Ether, XRP und Solana nachgaben. Die gemeldeten ETF-Abflüsse und Liquidationen gehebelter Long-Positionen deuten auf eine geringere Risikobereitschaft hin und können den Verkaufsdruck kurzfristig verstärken. Der gemeldete Liquidationsbereich bei 78.800 US-Dollar könnte für Händler in den Fokus rücken, wenn Bitcoin weiter fällt; ein garantiertes Kursziel ist er jedoch nicht.
Die Angaben zu den Liquidationen sind widersprüchlich: Ein Bericht nannte mehr als 810 Millionen US-Dollar innerhalb von 24 Stunden, ein anderer 154,23 Millionen US-Dollar. Diese Zahlen sollten weder zusammengerechnet noch als endgültiges Maß für die marktweite Aktivität betrachtet werden. ETF-Abflüsse und Zuflüsse zu Börsen sind ebenfalls Indikatoren für gemeldete Kapitalströme und kein Beleg dafür, wie sich Anleger als Nächstes verhalten werden.
Kurzfristig könnte die Positionierung im Umfeld der Entscheidung der Federal Reserve, der PCE-Inflationsdaten und des gemeldeten Optionsverfalls volatil bleiben. Wie in früheren Phasen der Risikoaversion kann ein Durchbruch unter eine wichtige Marke Stop-Loss-Orders und weitere Liquidationen auslösen. Umgekehrt könnten ein weniger restriktives geldpolitisches Signal oder eine Erholung über die genannte Marke von 82.500 US-Dollar den Druck mindern. Langfristig hängt die Richtung von der Geldpolitik, den Fondsströmen und einer möglichen Rückkehr der Nachfrage ab. Der Artikel stützt daher eine kurzfristig bärische Einstufung, belegt aber keinen anhaltenden Abwärtstrend.