Bitcoin schwächelt nahe 80.000 US-Dollar, während die Liquidationen zunehmen
Bitcoin gab von etwa 81.717 US-Dollar am 20. Oktober nach und notierte am 27. Oktober mit rund 80.000 US-Dollar nahezu unverändert, während Ethereum auf etwa 2.327 US-Dollar sank. Die jüngsten technischen Signale bleiben schwach: Beide Token liegen nahe dem unteren Bollinger-Band und weisen bärische MACD-Werte auf. Der RSI von Bitcoin beträgt 41,7, der von Ethereum 33,7. Zuvor lag Bitcoin über seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt, aber unter seinem 20-Tage-Durchschnitt, während Ethereum unter beiden Durchschnitten gehandelt wurde. SOL legte in der vorherigen Sitzung leicht zu, XRP fiel.
Die Liquidationen am Kryptomarkt beliefen sich im jüngsten 24-Stunden-Zeitraum auf rund 174 Millionen US-Dollar; Long-Positionen im Wert von 106 Millionen US-Dollar wurden aufgelöst. Zum Vergleich: Im vorherigen Bericht waren es etwa 175 Millionen US-Dollar an Liquidationen, wobei mehr Short- als Long-Positionen betroffen waren. Der Wechsel bei der stärker betroffenen Seite verdeutlicht den Druck auf gehebelte Trader, bestätigt für sich genommen aber keine Marktrichtung. Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten in zwei gemeldeten Wochen zudem Nettoabflüsse von rund 907 Millionen US-Dollar. Der Fear-&-Greed-Index fiel von 59 auf 55 und später auf 48 und wechselte damit von Gier zu neutraler Stimmung.
Trader beobachten die FOMC-Sitzung am 27. und 28. Oktober. Allgemein wird erwartet, dass die Zinsen unverändert bleiben; zugleich besteht weiterhin Unsicherheit über die künftige Geldpolitik. Bitcoin und Ethereum reagierten kaum auf die Erholung der US-Technologieaktien. Als kurzfristige Unterstützungsniveaus nennt der jüngste Bericht etwa 79.945 US-Dollar für Bitcoin und 2.310 US-Dollar für Ethereum. ETF-Zuflüsse, Signale der Fed und die Frage, ob diese Unterstützungen halten, bleiben wichtige Einflussfaktoren für die Kryptopreise.
Bearish
Die Gesamtsignale deuten für Bitcoin und Ethereum auf eine bärische Entwicklung hin, insbesondere kurzfristig. Beide haben sich seit dem vorherigen Bericht abgeschwächt, und die neuesten RSI- und MACD-Werte weisen auf ein nachlassendes Momentum hin. ETF-Mittelabflüsse belasten die Nachfrage, während bei der jüngsten Liquidationswelle Long-Positionen überwogen. Sollten die Kurse weiter fallen, könnte dies zusätzlichen Verkaufsdruck durch Zwangsliquidationen auslösen. Die begrenzte Reaktion von Bitcoin und Ethereum auf Kursgewinne bei Technologieaktien deutet zudem darauf hin, dass die breitere Stärke der Aktienmärkte bislang nicht zu einem klaren Kaufinteresse an Kryptowährungen geführt hat.
Das Bild ist nicht eindeutig bärisch: Das jüngste Gesamtvolumen der Liquidationen ähnelt dem vorherigen Wert, und Liquidationsdaten allein lassen keine Richtung erkennen. Es wurde erwartet, dass die FOMC die Zinsen unverändert lässt, was einen unmittelbaren makroökonomischen Schock begrenzen könnte. Zudem könnten die genannten Unterstützungsniveaus von rund 79.945 US-Dollar für Bitcoin und 2.310 US-Dollar für Ethereum Käufer anziehen. Langfristig würden anhaltende ETF-Mittelabflüsse, eine fortgesetzte Schwäche unter wichtigen gleitenden Durchschnitten und ein Bruch der Unterstützung die Abwärtsrisiken verstärken. Stabilere Kapitalflüsse, eine intakte Unterstützung und ein besseres Momentum könnten den Druck hingegen mindern. Insgesamt stützen die verfügbaren Erkenntnisse eine kurzfristig bärische Einschätzung, bestätigen jedoch keinen anhaltenden Abwärtstrend.