Bitcoin ist mit dem Risiko einer Zinserhöhung der Fed im Dezember konfrontiert, während der Kurs die Unterstützung testet

Bitcoin ist im Monat nach 12 der 16 Zinserhöhungen der Federal Reserve seit 2018 gefallen. Das geht aus einer Auswertung von 71 Fed-Entscheidungen hervor. Händler rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 79 Prozent für eine weitere Erhöhung am 9. Dezember, obwohl auf die einzige Zinserhöhung im aktuellen Zyklus Kursgewinne bei BTC folgten. Am Mittwoch ließ die Fed die Zinsen unverändert bei 3,75 bis 4 Prozent. Bitcoin stieg kurzzeitig von 80.860 auf 81.788 US-Dollar, gab die Gewinne über Nacht jedoch wieder ab. Zuletzt lag der Kurs bei rund 79.800 US-Dollar – etwa 5 Prozent weniger als vor 30 Tagen und 36,7 Prozent unter dem Rekordhoch vom Oktober 2025. Der Artikel führt den nächtlichen Rückgang teilweise auf einen Ausverkauf bei asiatischen Technologieaktien zurück. Historisch fiel die Reaktion von Bitcoin je nach Art der Entscheidung unterschiedlich aus. Nach Zinserhöhungen lag BTC einen Monat später nur in vier von 16 Fällen höher; der Medianrückgang betrug 3,5 Prozent. Die meisten Erhöhungen erfolgten jedoch in früheren Straffungszyklen, weshalb diese Daten die aktuelle Marktentwicklung möglicherweise nicht zuverlässig vorhersagen. Aus technischer Sicht notiert Bitcoin knapp über dem 50-Wochen-EMA bei etwa 78.637 US-Dollar. Ein Wochenschluss über 84.898 US-Dollar könnte den Weg in Richtung 87.396 US-Dollar freimachen. Ein Rückgang unter den EMA würde die Unterstützung bei etwa 74.968 US-Dollar in den Fokus rücken. Händler beobachten vor der Fed-Sitzung im Dezember die Inflations-, BIP- und Arbeitsmarktdaten. Der 50-Wochen-EMA und die anstehenden Konjunkturdaten dürften die kurzfristige Richtung von Bitcoin maßgeblich beeinflussen.
Bearish
Die kurzfristige Tendenz ist bearish, da Bitcoin im vergangenen Monat bereits gefallen ist, Händler eine Zinserhöhung im Dezember für wahrscheinlich halten und die historische Auswertung des Artikels ergab, dass BTC im Monat nach 12 von 16 Zinserhöhungen nachgab. Höhere Zinsen können Risikoanlagen belasten, indem sie die finanziellen Bedingungen verschärfen und die Nachfrage nach spekulativen Anlagen dämpfen. Die nächtliche Kehrtwende nach der kurzen Rally am Mittwoch deutet ebenfalls darauf hin, dass Händler angesichts des Drucks auf Technologieaktien nicht bereit waren, die Gewinne zu halten. Der historische Vergleich ist nicht eindeutig. Die meisten der genannten Zinserhöhungen erfolgten während der Straffungszyklen von 2018 und 2022–23, als Bitcoin mit anderen Marktbedingungen konfrontiert war. Auf die einzige Zinserhöhung im aktuellen Zyklus folgten Kursgewinne bei BTC. Das zeigt, dass Erwartungen, Positionierung und breitere Markttrends wichtiger sein können als der Zinsentscheid selbst. Für den kurzfristigen Handel ist der wichtigste technische Wert der 50-Wochen-EMA bei etwa 78.637 US-Dollar. Ein Wochenschluss darunter könnte Verkäufe begünstigen und die Unterstützung bei 74.968 US-Dollar in den Blick rücken. Ein Anstieg über 84.898 US-Dollar würde das unmittelbar bearishe Szenario abschwächen und 87.396 US-Dollar in den Fokus rücken. Vor der Sitzung im Dezember veröffentlichte Daten zu Inflation, BIP und Beschäftigung könnten die Zinserwartungen verändern und Volatilität auslösen. Langfristig hängt die Wirkung davon ab, ob die Fed die Geldpolitik tatsächlich strafft und wie sich das auf Liquidität und Risikostimmung auswirkt. Die Einstufung als bearish spiegelt die derzeitige Kombination aus Preisschwäche und Zinserhöhungsrisiko wider, nicht die Gewissheit weiterer Rückgänge.