Bitcoin-Dominanz erreicht 60 %, während Altcoins schwächeln
Die Bitcoin-Dominanz stieg auf 60 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai, da Händler BTC gegenüber Altcoins bevorzugten. Bitcoin überschritt am Mittwoch kurzzeitig die Marke von 84.000 US-Dollar, fiel am Donnerstag jedoch unter 82.000 US-Dollar, während seine Dominanz bei rund 60 % blieb. Im Wochenverlauf veränderten sich BTC und die meisten großen Token kaum oder legten zu. Der CoinDesk Memecoin Index verlor jedoch mehr als 5 %; die Indizes Computing Select und DeFi Select gaben um 3,5 % beziehungsweise 2,5 % nach. Zcash war der einzige größere Coin, der innerhalb von sieben Tagen mehr als 10 % zulegte.
Analysten zufolge bewegen sich die Kryptomärkte zunehmend im Gleichklang mit den Aktienmärkten und warten auf einen neuen Impuls. Die Zu- und Abflüsse bei Bitcoin-ETFs bleiben volatil und bestätigen bislang keine nachhaltige Erholung. Zugleich bleiben die makroökonomische Lage und die Politik der US-Notenbank wichtige Faktoren. Händlern wurde geraten, kurzfristigen Rallyes nicht hinterherzulaufen und vor der Zinsdiskussion in der kommenden Woche die ETF-Flüsse sowie die Signale der Fed im Blick zu behalten. Dass XRP unter seiner täglichen Ichimoku-Wolke gehandelt wird, deutet ebenfalls auf ein mögliches Abwärtsmomentum des Tokens hin.
Neutral
Das Gesamtsignal für Bitcoin ist gemischt und spricht daher für eine neutrale Einstufung. Eine Bitcoin-Dominanz von nahezu 60 % deutet auf eine relative Stärke gegenüber Altcoins hin und könnte darauf schließen lassen, dass Händler BTC in Zeiten der Marktunsicherheit bevorzugen. Der Rückgang von BTC von über 84.000 US-Dollar auf unter 82.000 US-Dollar, volatile ETF-Zuflüsse und -Abflüsse sowie die engere Korrelation mit Aktien zeigen jedoch, dass sich die Nachfrage noch nicht in einem anhaltenden Aufwärtstrend etabliert hat. Kurzfristig könnten die Preise weiterhin empfindlich auf Daten zu ETF-Zuflüssen und -Abflüssen, die allgemeine Risikostimmung und Signale der Federal Reserve reagieren; die Dominanz allein bestätigt keine Kursrallye. Langfristig könnten anhaltende ETF-Zuflüsse oder unterstützende makroökonomische Bedingungen BTC stärken, während anhaltende Abflüsse oder Erwartungen einer strafferen Geldpolitik belastend wirken könnten. Das bearishe Signal im XRP-Chart und die Rückgänge bei Indizes kleinerer Token beschreiben vor allem die Schwäche von Altcoins und bestimmen nicht eigenständig die Kursrichtung von Bitcoin.