Bitcoin-ETFs verzeichnen trotz Zugewinnen bei IBIT innerhalb von 30 Tagen Abflüsse von 255 Millionen US-Dollar

US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in den 30 Kalendertagen bis zum 26. Oktober Nettoabflüsse von 254,7 Millionen US-Dollar, basierend auf den Tagesdaten von Farside Investors. BlackRocks IBIT zog 961,9 Millionen US-Dollar an, doch Fidelitys FBTC verlor 725 Millionen US-Dollar und ARK 21Shares’ ARKB verzeichnete Abflüsse von 281,3 Millionen US-Dollar. Damit lag die Bitcoin-ETF-Kategorie insgesamt im negativen Bereich. In den folgenden drei Sitzungen bis zum 28. Oktober wurden die Mittelzuflüsse positiv und beliefen sich auf 423,6 Millionen US-Dollar. Rund 93,9 Prozent dieser Summe entfielen auf IBIT. Die Erholung folgte auf Abflüsse von 773,5 Millionen US-Dollar am 22. und 23. Oktober und machte etwa 54,8 Prozent dieser Verluste wett. Glassnode zufolge lag das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der ETFs seit Mai bei rund 1,3 Milliarden US-Dollar und sank am 23. Oktober auf 700 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen schätzte die durchschnittliche Kostenbasis des von ETFs gehaltenen Bitcoin auf etwa 81.500 US-Dollar. Am 29. Oktober wurde der Bitcoin-Kurs mit rund 79.811 US-Dollar angegeben und lag damit unter dieser Schätzung. Die Daten deuten auf eine gemischte Nachfrage nach Bitcoin-ETFs hin: Die jüngsten Zuflüsse könnten die Stimmung stützen, doch die Nettoabflüsse über 30 Tage und die gedämpfte Handelsaktivität bleiben mögliche Gegenwinde für Händler.
Neutral
Die Signale sind gemischt und sprechen für eine neutrale Einschätzung. Im 30-Tage-Zeitraum verzeichneten US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von 254,7 Millionen US-Dollar. Das deutet darauf hin, dass die Gesamtnachfrage nicht stark genug war, um die Abflüsse aus Produkten wie FBTC und ARKB auszugleichen. IBIT zog jedoch fast 962 Millionen US-Dollar an, und die ETF-Zuflüsse beliefen sich in den folgenden drei Handelssitzungen netto auf 423,6 Millionen US-Dollar. Das deutet darauf hin, dass sich das Kaufinteresse auf einzelne Produkte konzentrierte, statt breit gestreut zu sein. Kurzfristig können erneute Zuflüsse die Stimmung verbessern und der Nachfrage Rückenwind geben, doch allein die Kapitalflüsse garantieren keine Kursrally. Die Erholung über drei Tage machte nur etwa 54,8 % der 773,5 Millionen US-Dollar wett, die am 22. und 23. Oktober abgezogen wurden. Glassnode meldete zudem gedämpfte ETF-Handelsvolumina. Die von Glassnode geschätzte Kostenbasis für Bitcoin in ETFs von 81.500 US-Dollar lag außerdem über dem am 29. Oktober gemeldeten Kurs von rund 79.811 US-Dollar. Bleiben die Kurse unter diesem Niveau, könnten einige Anleger nahe an oder unter ihrem Einstandspreis liegen, was weitere Käufe möglicherweise begrenzt oder zu größerer Vorsicht führt. Ähnliche frühere Umkehrbewegungen bei den Kapitalflüssen führten oft nur zu kurzfristigen Stimmungsänderungen, sofern die Zuflüsse nicht über mehrere Sitzungen anhielten und sich auf mehrere Emittenten ausweiteten. Für Händler sind die entscheidenden Signale, ob die Nettozuflüsse anhalten, ob sie über IBIT hinausgehen und ob das Handelsvolumen zunimmt. Langfristig könnte eine anhaltende ETF-Nachfrage Bitcoin stützen, indem sie den Kaufdruck institutioneller Anleger erhöht. Die anhaltende Volatilität der Kapitalflüsse macht den Markt jedoch anfällig für Veränderungen der Risikobereitschaft und Gewinnmitnahmen. Die Zahlen deuten daher weder auf einen eindeutigen Aufwärtstrend noch auf eine klare Verschlechterung der Marktstabilität hin.