Bitcoin-ETFs verzeichnen Zuflüsse von 527 Millionen US-Dollar, während Ethereum-Fonds schwächeln
US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten an einem einzigen Tag Zuflüsse von etwa 525 bis 527 Millionen US-Dollar – die stärksten Tageszuflüsse seit mehr als einem Monat. BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC führten die Käufe an. Über drei Handelssitzungen summierten sich die Zuflüsse in Bitcoin-ETFs auf rund 1,07 Milliarden US-Dollar und trugen dazu bei, frühere monatliche Abflüsse auszugleichen. Bitcoin wurde im unteren Bereich der 80.000-Dollar-Spanne gehandelt; Berichte nannten Kursbereiche von 80.600 bis 82.000 US-Dollar sowie von 81.500 bis 84.800 US-Dollar. Die starke Nachfrage nach Bitcoin-ETFs hat bislang keine klare Kursrally ausgelöst. Gleichzeitig sind die Renditen von US-Staatsanleihen hoch, und die Geldpolitik der Federal Reserve bleibt unsicher.
Die Mittelbewegungen bei Ethereum-ETFs fielen in den verschiedenen Berichten uneinheitlicher aus: Ein früheres Update meldete nach fünf Sitzungen mit Abflüssen in Folge Nettozuflüsse von etwa 14 Millionen US-Dollar. Ein späterer Bericht sprach hingegen von vier aufeinanderfolgenden Tagen mit moderaten Abflüssen. ETH notierte bei etwa 2.380 US-Dollar, und den früheren Zahlen zufolge verzeichneten Ethereum-ETFs im Oktober weiterhin erhebliche Nettoabflüsse. Unterdessen ging der Hebeleinsatz bei Krypto-Futures nach einer Liquidationswelle von rund 1,1 Milliarden US-Dollar zurück; die Funding-Raten für Perpetual-Kontrakte lagen nahe dem neutralen Bereich. Insgesamt deuten die Zuflüsse in Bitcoin-ETFs auf eine erneute Akkumulation am Spotmarkt hin. Die verhaltene Kursentwicklung, die schwächere Nachfrage nach Ethereum-Fonds sowie makroökonomische und geopolitische Risiken lassen den allgemeinen Marktausblick jedoch unsicher erscheinen.
Neutral
Die Gesamtauswirkung ist neutral, da das deutlichste positive Signal – hohe Zuflüsse in Bitcoin-ETFs und rund 1,07 Milliarden US-Dollar, die innerhalb von drei Handelssitzungen hineinflossen – bislang nicht zu einem entscheidenden Kursanstieg geführt hat. Kurzfristig könnten erneute Spotkäufe BTC stützen und den Abwärtsdruck verringern, während der Rückgang des Futures-Hebels und nahezu neutrale Funding-Raten das Risiko einer weiteren, durch Hebel ausgelösten Liquidationswelle begrenzen könnten. Die widersprüchlichen Berichte zu den Zuflüssen in Ethereum-ETFs und die spätere Meldung anhaltender Abflüsse deuten jedoch auf eine schwächere ETH-Nachfrage hin. Hohe Renditen von US-Staatsanleihen, Unsicherheit hinsichtlich der Politik der Federal Reserve und geopolitische Risiken könnten außerdem die Risikobereitschaft dämpfen und ETF-bedingte Käufe ausgleichen. Längerfristig würden anhaltende Zuflüsse in Bitcoin-ETFs auf eine Akkumulation durch institutionelle Anleger hindeuten und BTC stützen können. Händler dürften jedoch anhaltende Zuflüsse und eine stärkere Kursreaktion abwarten, bevor sie dies als dauerhaften Aufwärtstrend einstufen. Die Informationen sprechen daher für ein gemischtes und nicht für ein eindeutig positives oder negatives Marktsignal.