Abflüsse bei Bitcoin-ETFs: IBIT verzeichnet Verkäufe in Höhe von 71,78 Millionen Dollar

Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock verzeichnete am 12. Oktober Nettoabflüsse von 65,4 Millionen US-Dollar und machte damit sämtliche Nettoabflüsse aus US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs an diesem Tag aus; andere Fonds meldeten keine Nettoströme. Ein späterer Bericht bezifferte die Bitcoin-Verkäufe von IBIT auf 71,78 Millionen US-Dollar und führte sie auf die Rückgabe von Anteilen durch Anleger zurück, nicht auf eine öffentlich bekannt gegebene Entscheidung von BlackRock, die eigenen Bestände zu verringern. In den Berichten wurden außerdem Abflüsse von 207,7 Millionen US-Dollar aus IBIT am 7. Oktober genannt, als US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs zusammen Nettoabflüsse von 484,9 Millionen US-Dollar verzeichneten. Im Laufe der Woche verloren Bitcoin- und Ethereum-ETF-Produkte mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar – ihr schwächster Zeitraum seit Ende Juni 2026. Bitcoin wurde angesichts steigender US-Staatsanleiherenditen und einer veränderten Risikostimmung bei etwa 80.000 bis 83.000 US-Dollar gehandelt. ETF-Rücknahmen können Fonds dazu veranlassen, Bitcoin zu verkaufen und so das Angebot am Spotmarkt zu erhöhen. Die gemeldeten Tageswerte unterscheiden sich jedoch, und die Mittelströme können sich umkehren. Händler sollten ETF-Flussdaten mit der Kursentwicklung und den allgemeinen Marktbedingungen vergleichen, statt die Abflüsse eines einzelnen Tages als Beleg für einen anhaltenden Rückzug institutioneller Anleger zu werten.
Bearish
Die gemeldeten ETF-Mittelabflüsse sind ein moderates bärisches Signal für Bitcoin, insbesondere kurzfristig. Rücknahmen könnten Fonds dazu zwingen, Bitcoin zu verkaufen, wodurch das Angebot am Spotmarkt steigt. Zudem könnten wöchentliche Abflüsse von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar aus Bitcoin- und Ethereum-ETF-Produkten die Stimmung hinsichtlich der institutionellen Nachfrage belasten. Allerdings nennen die Berichte unterschiedliche tägliche IBIT-Zahlen, und der Abfluss am 12. Oktober betraf nur einen Fonds; andere US-Spot-Bitcoin-ETFs meldeten an diesem Tag keine Nettozuflüsse oder -abflüsse. Der Höchststand am 7. Oktober war außerdem deutlich größer, sodass der jüngste Tagesabzug allein keine Beschleunigung des Rückzugs belegt. Bitcoins Handelsspanne um 80.000 bis 83.000 US-Dollar, die Renditen von US-Staatsanleihen und die allgemeine Risikobereitschaft bleiben wichtige Indikatoren. In der Vergangenheit konnten sich ETF-Ströme schnell umkehren. Anhaltende Abflüsse bei gleichzeitig nachgebenden Kursen würden daher das bärische Szenario stärken, während erneute Zuflüsse und widerstandsfähige Kurse die Auswirkungen begrenzen könnten. Langfristig ändern diese Zahlen für sich genommen weder die Fundamentaldaten von Bitcoin noch beweisen sie einen dauerhaften Rückgang des institutionellen Engagements.