Abflüsse aus Bitcoin- und Ethereum-ETFs verschärfen den Druck im Oktober
US-amerikanische Spot-ETFs auf Bitcoin und Ethereum verzeichneten Anfang Oktober weiterhin erhebliche Mittelabflüsse. Ein Bericht bezifferte die Nettoabflüsse am 6. Oktober auf 311,9 Millionen US-Dollar, während ein anderer für den 8. Oktober 316,6 Millionen US-Dollar meldete: 244,1 Millionen US-Dollar aus Bitcoin-ETFs und 72,5 Millionen US-Dollar aus Ethereum-ETFs. Bitcoin-Fonds verloren am 7. Oktober zudem 484,9 Millionen US-Dollar. Den Berichten zufolge kam es acht Tage in Folge zu Abflüssen aus Krypto-ETFs; insgesamt beliefen sie sich auf 641,3 Millionen US-Dollar. Bis Anfang Oktober hatten die gemeldeten Abflüsse bei Bitcoin-ETFs etwa 407 Millionen US-Dollar und bei Ethereum-ETFs 579 Millionen US-Dollar erreicht. Fidelitys FBTC verzeichnete am 8. Oktober mit 197,1 Millionen US-Dollar die höchsten Abflüsse unter den Bitcoin-Fonds, während 71,1 Millionen US-Dollar aus BlackRocks ETHA abflossen. Zuflüsse von 5,5 Millionen US-Dollar in Fidelitys FETH glichen einen Teil davon aus. Die Kehrtwende folgte auf Zuflüsse von mehr als 3,3 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-, Ethereum-, Solana- und XRP-ETFs Ende September. Am 8. Oktober notierte Bitcoin bei etwa 82.660 US-Dollar und Ether bei rund 2.500 US-Dollar; die Liquidationen am Kryptomarkt erreichten innerhalb von 24 Stunden ungefähr 1,19 Milliarden US-Dollar. Anhaltende ETF-Abflüsse signalisieren eine schwächere Fondsnachfrage und können die Stimmung belasten. Die Kapitalströme allein bestimmen jedoch nicht die Richtung der Spotpreise und bestätigen auch nicht, dass die übliche Oktober-Rally ausgeblieben ist.
Bearish
Anhaltende Abflüsse aus Bitcoin- und Ethereum-ETFs deuten auf eine schwächere Nachfrage nach einem Engagement über regulierte Fonds hin und können die Stimmung kurzfristig zusätzlich belasten, insbesondere nach mehreren aufeinanderfolgenden Sitzungen mit Mittelabzügen. Die gemeldeten Kursrückgänge und die erhöhten Liquidationen könnten Händler vorsichtiger machen und die Volatilität erhöhen. ETF-Zuflüsse sind jedoch kein direktes Maß für die gesamte Nachfrage am Spotmarkt, und aus den Berichten geht nicht hervor, dass die Abzüge die Kursbewegungen verursacht haben. Die Zuflüsse Ende September zeigen zudem, dass sich die Nachfrage nach Fonds schnell ändern kann. Sollten die Abflüsse anhalten, könnten sie BTC und ETH in nächster Zeit belasten; stabilisieren sich die Mittelströme oder kehren sie sich um, könnte der Druck nachlassen. Insgesamt sind die Nachrichten für die genannten Vermögenswerte negativ, für sich genommen aber kein schlüssiger Beleg für einen anhaltenden langfristigen Abwärtstrend.