Bitcoin- und Ethereum-Optionen im Wert von 11,7 Milliarden US-Dollar laufen am Freitag aus
Bitcoin- und Ethereum-Optionen mit einem kombinierten Nominalwert von fast 11,7 Milliarden US-Dollar laufen diesen Freitag um 16:00 Uhr Pekinger Zeit auf Deribit aus. Der Verfall der Bitcoin-Optionen umfasst 135.000 BTC im Wert von rund 10,92 Milliarden US-Dollar. Der Max-Pain-Preis liegt bei 78.000 US-Dollar, das Put/Call-Verhältnis bei 0,53. Auch Ethereum-Optionen im Wert von 776 Millionen US-Dollar laufen aus. Ihr Max-Pain-Preis beträgt 2.500 US-Dollar, das Put/Call-Verhältnis 0,77. Der umfangreiche Verfall von Bitcoin- und Ethereum-Optionen könnte kurzfristige Kursschwankungen verstärken, wenn Händler ihre Positionen anpassen oder schließen. Max-Pain-Niveaus sind Richtwerte, keine verlässlichen Kursprognosen.
Neutral
Der Verfall von Bitcoin- und Ethereum-Optionen im Umfang von fast 11,7 Milliarden US-Dollar ist ein bedeutendes Ereignis am Derivatemarkt. Die Zahlen allein lassen jedoch keine klare bullische oder bärische Richtung erkennen. Die Put/Call-Verhältnisse liegen bei beiden Vermögenswerten unter 1, was zeigt, dass bei den gemeldeten Kontrakten mehr Open Interest auf Calls als auf Puts entfällt. Daraus lässt sich jedoch weder die Gesamtpositionierung der Händler ableiten noch die Richtung der Spotpreise vorhersagen. Die Max-Pain-Niveaus von 78.000 US-Dollar für Bitcoin und 2.500 US-Dollar für Ethereum werden von Händlern häufig beobachtet, sind aber keine verlässlichen Kursziele.
Kurzfristig kann der Verfall zu Positionsanpassungen, Absicherungsströmen oder Volatilität rund um den Abrechnungszeitpunkt führen, insbesondere wenn die Preise nahe stark gehandelten Ausübungspreisen liegen. Ähnliche große Optionsverfälle haben häufig vorübergehende Volatilität ausgelöst, während die anschließende Marktrichtung stärker von der Spotnachfrage, der allgemeinen Risikostimmung und anderen Katalysatoren abhing. Nach der Abrechnung der Kontrakte kann ein etwaiger verfallsbedingter Druck nachlassen.
Für den langfristigen Markt dürfte dieses Ereignis allein die fundamentalen Aussichten für BTC oder ETH kaum verändern. Händler könnten nach der Abrechnung Spotvolumen, Funding-Raten, Open Interest und Kursbewegungen beobachten, um einzuschätzen, ob der Verfall die Marktpositionierung verändert hat. Insgesamt verdient das Ereignis im Hinblick auf das kurzfristige Risikomanagement Aufmerksamkeit, liefert aber für sich genommen kein Richtungssignal.