Bitcoin fällt um 4 Prozent, während der Ölpreis über 110 Dollar steigt und die Sorge vor höheren Zinsen wächst
Bitcoin fiel am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden um fast 4 % auf 81.331 US-Dollar und gab damit die Gewinne von Anfang der Woche wieder ab. Der Rückgang folgte auf einen Anstieg der Ölpreise auf über 110 US-Dollar pro Barrel. Auslöser waren Sorgen über Lieferausfälle und eine Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten nach Angriffen der Huthi aus dem Jemen auf Saudi-Arabien.
Die höheren Ölpreise haben die Inflationssorgen und Spekulationen über mögliche Zinserhöhungen in den USA erneut angefacht. Eine straffere Geldpolitik kann die Liquidität verringern und Bitcoin sowie andere Risikoanlagen belasten, die sich häufig im Gleichschritt mit Technologiewerten bewegen. Auch US-Aktien gaben am Donnerstag nach.
Trotz des Rücksetzers verzeichnete Bitcoin kürzlich das stärkste Quartal seit Jahren und wurde über seinem gleitenden 365-Tage-Durchschnitt gehandelt, den einige Analysten als Zeichen eines Bullenmarkts betrachten. Die kurzfristige Richtung von Bitcoin dürfte weiterhin empfindlich auf Ölpreise, Inflationsdaten und geopolitische Entwicklungen reagieren.
Bearish
Die Nachrichten sind kurzfristig negativ für Bitcoin, da die höheren Ölpreise die Inflationssorgen und die Erwartungen möglicher US-Zinserhöhungen wiederbelebt haben. Höhere Zinsen können die finanziellen Bedingungen verschärfen und die Liquidität verringern, die Bitcoin und andere Risikoanlagen häufig gestützt hat. Der Tagesverlust von fast 4 Prozent zusammen mit fallenden US-Aktien deutet auf eine kurzfristige Risikoaversion hin. Eine geopolitische Eskalation könnte die Volatilität weiter erhöhen. Wie der Artikel anmerkt, geriet Bitcoin bei Nachrichten über Kriege bereits in der Vergangenheit unter Druck und erholte sich tendenziell, wenn Hoffnungen auf eine Waffenruhe aufkamen.
Die Bewegung ist nicht zwangsläufig ein Zeichen für eine anhaltende Trendwende. Bitcoin verzeichnete kürzlich sein stärkstes Quartal seit Jahren und wurde über seinem gleitenden 365-Tage-Durchschnitt gehandelt, was einige Analysten als Hinweis auf einen Bullenmarkt werten. Der Artikel sagt außerdem, dass Bitcoin eine frühere Zinserhöhung der Federal Reserve und Rückschläge bei der US-Kryptogesetzgebung bereits verkraftet hat. Händler könnten den durch den Ölpreis ausgelösten Ausverkauf daher als makroökonomisches Risikoereignis betrachten und nicht als Veränderung der langfristigen Aussichten für Bitcoin. Kurzfristig dürften Ölpreise, Inflationsdaten, Zinserwartungen und die Entwicklungen des Konflikts die Volatilität bestimmen. Anhaltende energiebedingte Inflation und eine straffere Geldpolitik würden den breiteren Kryptomarkt belasten, während nachlassende Spannungen oder sinkende Ölpreise die Stimmung verbessern könnten.