Erholung des BTC-Hash-Ribbons signalisiert möglichen Bitcoin-Tiefpunkt

Bitcoins Hash Ribbon erholte sich am 26. August und ist seit 61 Tagen positiv. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Hashrate über 30 Tage seit Juli um 13 % auf rund 1,1 Zettahashes pro Sekunde. Die Indikatoren deuten darauf hin, dass der Druck auf Miner nachlassen könnte, bestätigen aber nicht, dass Bitcoin einen Markttiefpunkt erreicht hat. Historisch betrachtet lag der Bitcoin-Kurs ein Jahr nach sechs von sieben erfassten Hash-Ribbon-Erholungen höher. Der Artikel nennt einen geschätzten Richtungsindikator-Vorteil von 72 %, weist aber auch auf frühere Fehlschläge hin: Berichten zufolge waren 15 von 231 Signalen nicht erfolgreich, darunter ein Signal vom April 2021, auf das ein Rückgang von 17 % folgte. Ein Signal aus dem Januar liegt weiterhin etwa 12 % im Minus. Der aktuelle Zyklus könnte anders verlaufen, da einige Miner Berichten zufolge Kapazitäten in den KI-Bereich verlagert haben; dabei ist von Verträgen im Wert von rund 100 Milliarden US-Dollar die Rede. Das wirft die Frage auf, ob die Erholung das Ende der Kapitulation der Miner widerspiegelt oder ob Miner freiwillig aus dem Bitcoin-Mining aussteigen. In der Diskussion wird außerdem darauf verwiesen, dass Bitcoin über seinem 50-Wochen-Durchschnitt gehandelt wird und der MVRV über seinem Durchschnitt liegt – unterstützende, aber rückwärtsgerichtete Indikatoren.
Bullish
Die Nachricht ist leicht bullish für BTC, da die Erholung des Hash Ribbon und die steigende Netzwerk-Hashrate darauf hindeuten, dass der Druck auf Miner nachlassen könnte. Historisch gesehen lag der Bitcoin-Kurs laut Artikel ein Jahr nach sechs von sieben erfassten Erholungen höher. Das bietet Händlern einen unterstützenden, aber begrenzten historischen Anhaltspunkt. Dass Bitcoin über seinem 50-Wochen-Durchschnitt gehandelt wird und der MVRV über seinem Durchschnitt liegt, trägt ebenfalls zum konstruktiven Gesamtbild bei. Das Signal ist kein verlässlicher eigenständiger Kauf-Auslöser. Das Hash Ribbon blickt in die Vergangenheit, die Stichprobe der Erholungen ist klein, und frühere Signale haben sich als falsch erwiesen. Der Artikel verweist auf einen Fall im April 2021, dem ein Rückgang um 17 % folgte, sowie auf ein Signal im Januar, das weiterhin rund 12 % im Minus liegt. Im aktuellen Zyklus könnte zudem ein anderer möglicher Treiber eine Rolle spielen: Miner könnten Ressourcen in KI-Geschäfte verlagert haben, statt sich aufgrund finanzieller Schwierigkeiten zurückzuziehen. In diesem Fall hätte eine Erholung der Hashrate möglicherweise nicht genau dieselbe Bedeutung wie in früheren Kapitulationsphasen. Kurzfristig könnten Händler das Signal als Bestätigung einer Verbesserung der Mining-Bedingungen und eines möglichen Bodens werten, was die Stimmung stützen und Käufe bei Kursrückgängen fördern könnte. Dennoch bleiben die Kursentwicklung, die Liquidität am Gesamtmarkt und die Bestätigung durch weitere Indikatoren wichtig; das Signal allein kann Volatilität möglicherweise nicht verhindern. Längerfristig würde ein anhaltender Anstieg der Hashrate die These stärken, dass sich die Netzwerkbedingungen stabilisiert haben. Eine fortgesetzte Abwanderung von Minern in den KI-Bereich oder neuer Druck auf den Bitcoin-Kurs könnte die historische Analogie dagegen abschwächen. Insgesamt fällt das Signal positiv aus, belegt aber nicht, dass ein dauerhafter Marktboden erreicht ist.