Bitcoin-Hashrate übersteigt 1 ZH/s, während der Wettbewerb im Mining wieder zunimmt
Die Bitcoin-Hashrate erholte sich in der Woche bis zum 22. Oktober auf über 1 Zettahash pro Sekunde (ZH/s) und erreichte damit laut BlocksBridge Consulting den höchsten Stand seit dem 3. März. Die Erholung erfolgt, während einige börsennotierte Mining-Unternehmen Kapazitäten in den Bereich künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen verlagern. BlocksBridge hatte zuvor einen Rückgang der realisierten Hashrate dieser Unternehmen um 23 %, einen Anstieg ihrer KI- und HPC-Umsätze um 52 % gegenüber dem Vorquartal sowie die Stilllegung von Mining-Hardware im Wert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar gemeldet. Aus den neuesten Daten geht nicht hervor, woher die zurückkehrende Bitcoin-Hashrate stammt; die Geräte könnten verkauft oder an kleinere Betreiber weitergegeben worden sein, statt abgeschaltet zu werden.
Am 16. Oktober stieg die Mining-Schwierigkeit um 5,92 %. Für die nächste Anpassung prognostizierte BlocksBridge einen weiteren Anstieg um 5,16 %. Zusammengenommen könnten die Änderungen die Schwierigkeit um etwa 11,4 % erhöhen, den Wettbewerb verschärfen und die Margen der Miner weiter unter Druck setzen. Eine höhere Bitcoin-Hashrate stärkt die Netzwerksicherheit, garantiert jedoch weder höhere Einnahmen noch eine bessere Rentabilität der Miner. Diese hängen auch vom BTC-Preis, den Gebühren, den Blockbelohnungen, den Stromkosten und der Effizienz der Geräte ab. Für Trader deuten die Zahlen auf einen stärkeren Wettbewerb im Mining hin, nicht auf ein direktes Signal für die kurzfristige Richtung des BTC-Preises.
Neutral
Die Nachricht ist für BTC neutral, denn eine höhere Bitcoin-Hashrate bedeutet in erster Linie, dass mehr Rechenleistung das Netzwerk absichert und um Blockbelohnungen konkurriert; sie bestimmt den Marktpreis nicht unmittelbar. Kurzfristig kann eine steigende Mining-Schwierigkeit die Margen der Miner unter Druck setzen, insbesondere wenn BTC-Preis, Transaktionsgebühren oder Blockbelohnungen nicht mit den Kosten Schritt halten. Das könnte einige Betreiber dazu veranlassen, BTC oder Ausrüstung zu verkaufen und so möglicherweise zusätzlichen Angebotsdruck zu erzeugen. Die Zusammenfassungen liefern jedoch keine Hinweise auf unmittelbare Verkäufe durch Miner oder eine Kursbewegung. Umgekehrt deutet die Rückkehr von Mining-Maschinen ins Netzwerk darauf hin, dass die für KI genutzte Kapazität möglicherweise von anderen Betreibern wieder eingesetzt wird, statt aus dem Bitcoin-Mining zu verschwinden.
Langfristig kann ein anhaltender Anstieg der Hashrate das Vertrauen in die Netzwerksicherheit stärken, während wiederholte Erhöhungen der Schwierigkeit auf ein zunehmend wettbewerbsintensives Mining-Umfeld hindeuten. Die Nettoauswirkung auf BTC bleibt ungewiss: Sicherheit und Beteiligung können unterstützend wirken, eine angespanntere Wirtschaftlichkeit für Miner hingegen Gegenwind verursachen. Trader sollten diese Zahlen daher als Indikatoren für den Mining-Sektor und das Netzwerk betrachten, nicht als eigenständigen bullischen oder bärischen Preisauslöser. Zur Bestätigung sollten sie BTC-Preis, Gebühren, Anpassungen der Schwierigkeit, Energiekosten und Miner-Flüsse beobachten.