Bitcoin bleibt hinter US-Staatsanleihen zurück, während das IBIT/TLT-Verhältnis auf 81 fällt
Mike McGlone, Stratege bei Bloomberg Intelligence, sagt, dass die Entwicklung von Bitcoin im Vergleich zu langfristigen US-Staatsanleihen ein Warnsignal für die Kryptomärkte liefern könnte. Das IBIT/TLT-Verhältnis, das den Spot-Bitcoin-ETF von BlackRock mit dem ETF für langfristige Staatsanleihen vergleicht, lag am 30. Oktober bei 81 und damit 19 % unter dem Basiswert von 100 zum Jahresende 2024. Seit dem vierten Quartal 2025 konnte es sich nicht mehr über diesem Niveau halten. McGlone merkte außerdem an, dass IBIT üblicherweise etwa viermal so volatil ist wie TLT.
Am 1. November 2026 wurde Bitcoin zu 78.101 US-Dollar gehandelt: ein Plus von 1 % innerhalb von 24 Stunden, aber ein Minus von 9,25 % innerhalb von 30 Tagen. Der Crypto Fear & Greed Index lag bei 34 und signalisierte Angst. McGlone sagte, eine anhaltende Schwäche von Bitcoin unter 80.000 US-Dollar könnte Sorgen über den breiteren Kryptomarkt aufkommen lassen. Er stellte dies jedoch als Warnung und nicht als Prognose dar.
Das IBIT/TLT-Verhältnis misst die relative Wertentwicklung der ETFs; es zeigt weder direkt den Dollarwert von Bitcoin noch erklärt es, warum sich die Fonds unterschiedlich entwickelt haben. Händler beobachten sowohl die Bitcoin-Marke von 80.000 US-Dollar als auch den Basiswert 100 des Verhältnisses, um Hinweise auf die Marktrichtung zu erkennen.
Bearish
Der Bericht ist ein vorsichtiges Signal für die Stimmung gegenüber Bitcoin und Kryptowährungen, aber kein bestätigter Marktkatalysator. Bitcoin liegt unter 80.000 US-Dollar, ist innerhalb von 30 Tagen um 9,25 % gefallen und das Verhältnis IBIT/TLT liegt 19 % unter seinem Basiswert. Zusammen mit einem Fear-&-Greed-Wert von 34 deuten diese Indikatoren darauf hin, dass Anleger weiterhin defensiv bleiben und ihre Risikobereitschaft kurzfristig begrenzen könnten. Bleibt Bitcoin unter 80.000 US-Dollar und das Verhältnis unter 100, könnten Händler dies als anhaltende relative Schwäche deuten, was den Verkaufsdruck möglicherweise erhöht oder Erholungsversuche verzögert.
Ähnliche Phasen, in denen Bitcoin gegenüber weniger volatilen Anlagen schlechter abschnitt, gingen häufig mit einer geringeren Risikobereitschaft einher. Der Vergleich allein belegt jedoch weder die Ursache noch sagt er die nächste Kursbewegung voraus. Das Verhältnis bildet die Wertentwicklung von ETFs ab, nicht den direkten Wert von Bitcoin gegenüber dem US-Dollar oder Veränderungen der Treasury-Renditen. Die angegebene höhere Volatilität von IBIT bedeutet außerdem, dass sich das Verhältnis in beide Richtungen stark bewegen kann.
Kurzfristig könnten Händler die Marke von 80.000 US-Dollar, ETF-Zuflüsse und -Abflüsse sowie die allgemeine Marktstimmung beobachten, um eine Bestätigung zu erhalten. Ein anhaltender Anstieg über 80.000 US-Dollar und eine Erholung des Verhältnisses könnten die Bedenken lindern; eine weitere Schwäche könnte Kryptoanlagen belasten. Langfristig kann das Verhältnis Anlegern helfen, die relative Wertentwicklung einzuschätzen, ist für sich genommen jedoch weder ein Beleg für einen strukturellen Rückgang noch eine zuverlässige Prognose.