Bitcoin-Miner steigen auf KI um, während sich die Hashrate erholt
Fünf große börsennotierte Bitcoin-Miner – IREN, Core Scientific, Bitfarms, TeraWulf und Cipher – verlagern Strom und Infrastruktur hin zu künstlicher Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechnen (HPC). Zusammen produzierten sie im betrachteten Zeitraum 7.075 BTC, 47 % weniger als die 13.263 BTC im Vorjahr. Gleichzeitig kündigten sie KI- und HPC-Leasingverträge im Wert von mehr als 50 Milliarden US-Dollar an. IREN, Core Scientific und TeraWulf senkten ihre Bitcoin-Produktion jeweils um mehr als die Hälfte.
Trotz des Rückzugs dieser Unternehmen hat sich die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks seit ihrem Tiefstand im August um 11,7 % erholt und liegt nun weniger als 9 % unter dem Rekordwert. Seit dem Tief kamen dem Netzwerk 105 Exahashes pro Sekunde (EH/s) hinzu – deutlich mehr als die geschätzten 35 EH/s, die durch den Ausstieg KI-orientierter Miner weggefallen sind. Neuere Anlagen und zusätzliche Kapazitäten privater, staatlich unterstützter und nicht in den USA ansässiger Betreiber helfen, die Lücke zu schließen. Unterdessen steigerten MARA, CleanSpark, Riot, HIVE und American Bitcoin ihre gemeinsame Produktion im Jahresvergleich um 16 %.
Die Erholung des Bitcoin-Preises hat auch die Einnahmen der Miner verbessert und den Druck verringert, BTC zur Kostendeckung zu verkaufen. Für Händler deuten die Daten auf einen bedeutenden Wandel beim Bitcoin-Mining hin zu KI-Infrastruktur, nicht jedoch auf einen unmittelbaren Einbruch der Netzwerkkapazität oder einen klaren Anstieg erzwungener BTC-Verkäufe.
Neutral
Die Nachrichten haben gemischte Auswirkungen auf den Bitcoin-Handel, weshalb eine insgesamt neutrale Einschätzung angemessen ist. Die geringere Produktion von fünf großen börsennotierten Minern verdeutlicht einen strukturellen Wandel: Die Betreiber lenken Strom und Kapital in Richtung KI und Hochleistungsrechnen. Sollte sich dieser Trend beschleunigen, könnte dadurch die Mining-Kapazität börsennotierter Unternehmen sinken und ihre Finanzlage stärker von der Nachfrage des Technologiesektors abhängen.
Der Artikel berichtet jedoch, dass sich die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks seit ihrem Tiefstand im August um 11,7 % erholt hat und weiterhin weniger als 9 % unter ihrem Rekord liegt. Seit dem Tiefstand kamen schätzungsweise 105 EH/s hinzu. Dem stehen rund 35 EH/s gegenüber, die voraussichtlich wegfallen, wenn die Unternehmen auf KI umsteigen. Andere Betreiber schließen die Lücke, während mehrere weiterhin auf Bitcoin ausgerichtete Miner ihre gemeinsame Produktion im Jahresvergleich um 16 % steigerten. Diese Widerstandsfähigkeit spricht dagegen, die Produktionskürzungen als unmittelbare Bedrohung für die Netzwerksicherheit oder als eindeutiges bärisches Signal für BTC zu betrachten.
Kurzfristig könnten Händler die Hashrate, die Reserven der Miner sowie die Zu- und Abflüsse an Börsen beobachten, um Anzeichen dafür zu erkennen, dass Kapazitätsveränderungen das Vertrauen in das Netzwerk oder den Verkaufsdruck beeinflussen. Die gemeldete Erholung des Bitcoin-Kurses und der Minereinnahmen hat den Bedarf der Betreiber verringert, BTC zur Deckung ihrer Kosten zu verkaufen, was den Angebotsdruck in naher Zukunft begrenzen könnte. Historisch führten größere Störungen wie Chinas Mining-Verbot von 2021 zu einem starken Rückgang der Hashrate; später verlagerte sich die Kapazität jedoch und erholte sich. Auch die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass Mining-Leistung abwandern kann, statt zu verschwinden.
Langfristig könnten KI-Verträge die Bewertungen der Miner stützen und zugleich den Sektor neu ausrichten, indem der Zugang zu Strom und Rechenzentrumsinfrastruktur an Bedeutung gewinnt. Zu den Hauptrisiken zählen ein schnellerer als erwarteter Abbau von Mining-Kapazität, eine stärkere Konzentration bei den nachrückenden Betreibern oder eine schwächere KI-Nachfrage. Den vorliegenden Angaben zufolge gleicht die Erholung des Netzwerks den Produktionsrückgang der börsennotierten Miner aus. Die Nachrichten sind daher für BTC weder eindeutig positiv noch eindeutig negativ.