Bitcoins Post-Quanten-Upgrade soll vier Jahre dauern
Muneeb Ali, Mitgründer von Stacks, sagt, Bitcoin habe etwa zwei Jahre Zeit, quantenresistente Signaturen einzuführen. Anschließend hätten die Inhaber ungefähr zwei Jahre, um ihre Coins auf geschützte Adressen zu übertragen. Ali skizzierte diesen Zeitplan am 8. Oktober 2026 auf der Token2049 Singapore und warnte, dass Quantencomputer die bestehende ECDSA-Kryptografie von Bitcoin irgendwann bedrohen könnten. Der Zeitplan ähnelt den NIST-Leitlinien, nach denen anfällige Signaturen nach 2030 schrittweise ausgemustert und bis 2035 vollständig abgeschafft werden sollen. Es handelt sich jedoch um Alis Einschätzung und nicht um eine vereinbarte Frist des Bitcoin-Netzwerks.
Ali warnte außerdem, dass Post-Quanten-Signaturen die effektive Transaktionskapazität von Bitcoin auf der Basisschicht auf rund 10 Prozent des heutigen Niveaus senken könnten. Dadurch könnte mehr Aktivität auf sekundäre Netzwerke verlagert werden, was sich auf die Gebühren auswirken könnte. Stacks Labs entwickelt eine Roadmap für Post-Quanten-Technologie und Datenschutz. Ziel ist laut Unternehmen, die Netzwerkkapazität um das Hundertfache zu erhöhen. Die Nachricht beleuchtet die langfristige Debatte über Bitcoins Sicherheit und Skalierung; sie ist keine Ankündigung eines genehmigten Protokoll-Upgrades.
Neutral
Die Nachricht ist für die Kryptomärkte neutral, da sie zwar langfristige Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Bitcoin aufwirft, aber weder eine bestätigte Protokolländerung noch einen unmittelbaren Exploit oder eine geplante Migration meldet. Alis Schätzung von vier Jahren ist eine Warnung eines Mitgründers von Stacks, keine verbindliche Frist und keine allgemein feststehende Ansicht unter Bitcoin-Entwicklern. Die Leitlinien des NIST liefern einen breiteren Kontext, belegen aber nicht, dass Quantencomputer die Kryptografie von Bitcoin derzeit knacken können.
Kurzfristig könnte die Ankündigung Diskussionen über quantenresistente Signaturen, ruhende Coins und die technischen Abwägungen bei einem Upgrade auslösen. Für sich genommen dürfte sie das Angebot, die Nutzung oder die Handelsströme von Bitcoin in naher Zukunft kaum verändern. Falls Händler reagieren, könnte sich das eher in der Stimmung gegenüber BTC und Post-Quanten- oder Bitcoin-Layer-Projekten wie Stacks zeigen als in den Fundamentaldaten von Bitcoin. Die Behauptung, die Kapazität der Basisschicht könnte möglicherweise auf etwa 10 % sinken, könnte zudem die Aufmerksamkeit auf künftigen Gebührendruck und die Nachfrage nach sekundären Netzwerken lenken. Der Artikel stellt dies jedoch als Warnung und nicht als gemessenes und umgesetztes Ergebnis dar.
Langfristig könnten ein glaubwürdiger Upgrade-Vorschlag, eine Einigung der Entwickler und ein klarer Prozess für die Migration von Coins das wahrgenommene Sicherheitsrisiko verringern. Anhaltende Meinungsverschiedenheiten oder eine störende Migration könnten dagegen das Vertrauen untergraben und die Unsicherheit hinsichtlich alter Adressen, der Transaktionskapazität und der Gebühren erhöhen. Ähnliche Debatten über Bitcoin-Upgrades haben häufig für Volatilität in der Diskussion und bei verwandten Vermögenswerten gesorgt, ohne unmittelbar eine marktweite Bewegung auszulösen. Meilensteine bei der Einführung und technische Belege wären wichtiger als diese Prognose allein.