Bitcoin testet die Unterstützung bei 84.000 US-Dollar, während die ETF-Nachfrage nachlässt
Der Rückgang von Bitcoin hat sich gegenüber der am 6. Oktober gemeldeten Spanne von 83.000 bis 87.000 US-Dollar weiter vertieft. Am 7. Oktober fiel BTC unter 84.000 US-Dollar und erreichte ein Tief von 83.524 US-Dollar. Nach wiederholten gescheiterten Anläufen bei 87.000 bis 87.722 US-Dollar ist der Bereich um 84.000 US-Dollar zu einer wichtigen Bewährungsprobe geworden. On-Chain-Daten zufolge wurden zwischen 84.000 und 86.500 US-Dollar rund 1,72 Millionen BTC erworben, darunter fast 769.000 BTC zwischen 84.000 und 84.500 US-Dollar. Frühere Daten wiesen zudem auf eine Unterstützung bei etwa 83.300 bis 84.600 US-Dollar hin, wo rund 1,59 Millionen BTC den Besitzer wechselten.
Derivate deuten auf ein erhöhtes Abwärtsrisiko hin, doch ein Short Squeeze bleibt möglich. Die Liquidationen an Kryptofutures erreichten innerhalb von 24 Stunden 510,6 Millionen US-Dollar, darunter 417,6 Millionen US-Dollar an Liquidationen von Long-Positionen. Das Open Interest blieb weitgehend stabil, während sich die Positionierung zu einem Netto-Short verschob. Hält sich Bitcoin über 84.000 US-Dollar, könnten Eindeckungen von Short-Positionen eine Erholung stützen. Ein anhaltender Bruch darunter könnte den Bereich von 81.300 bis 82.600 US-Dollar in den Fokus rücken, wo die Unterstützung durch die On-Chain-Kostenbasis dünner ist.
Die Zu- und Abflüsse bei Bitcoin-ETFs waren volatil und insgesamt schwächer. Spotfonds verzeichneten am 5. Oktober Nettoabflüsse von 89,8 Millionen US-Dollar, gefolgt von Zuflüssen in Höhe von 118,8 Millionen US-Dollar am 6. Oktober. Trotz dieser Erholung lagen die durchschnittlichen täglichen Zuflüsse in den fünf vorangegangenen Sitzungen bei etwa 35 Millionen US-Dollar und damit deutlich unter den 341,7 Millionen US-Dollar während der Rally Mitte September. BTC wird nahe der ETF-flussgewichteten Kostenbasis von 84.318 US-Dollar gehandelt. Frühere Angaben bezifferten das Gesamtvermögen der Bitcoin-Spot-ETFs auf rund 110,8 Milliarden US-Dollar und die kumulierten Nettozuflüsse auf knapp 57,7 Milliarden US-Dollar. Berichten zufolge haben große Halter seit dem 1. Oktober mehr als 14.335 BTC hinzugefügt. Vorgeschlagene Zahlungen von 5.000 US-Dollar in den USA sind jedoch weiterhin ungewiss und keine genehmigte Quelle für Kryptoliquidität.
Vor den US-Verbraucherpreisdaten (CPI) am 14. Oktober könnte Bitcoin zwischen 81.300 und 86.500 US-Dollar konsolidieren. Händler beobachten ETF-Zuflüsse, Verkäufe kurzfristiger Halter, die Funding Rates bei Perpetual Futures, US-Staatsanleiherenditen, Inflationserwartungen und die Sitzung der Federal Reserve am 27. und 28. Oktober. Aufeinanderfolgende ETF-Abflüsse, Verlustrealisierungen kurzfristiger Halter oder ein anhaltender Fall unter 81.300 US-Dollar würden die Erholungsaussichten verschlechtern. Hält die Unterstützung, bleibt Spielraum für eine Erholung.
Bearish
Die kurzfristige Tendenz ist bearish, da Bitcoin nach wiederholten gescheiterten Anläufen nahe 87.000 US-Dollar unter 84.000 US-Dollar gefallen ist. Zugleich entfielen die meisten Futures-Liquidationen auf Long-Positionen, und die ETF-Zuflüsse haben gegenüber dem Niveau von Mitte September stark nachgelassen. Ein anhaltender Bruch unter 84.000 US-Dollar könnte weitere Verkäufe in Richtung 81.300–82.600 US-Dollar auslösen, wo die On-Chain-Unterstützung dünner ist. Die Konzentration der Kostenbasis im Bereich von 84.000–84.500 US-Dollar und der Aufbau von Netto-Short-Positionen könnten Käufer jedoch dazu bewegen, die Unterstützung zu verteidigen und durch das Eindecken von Short-Positionen eine Erholung auslösen. Die Akkumulation durch Großanleger ist ein weiterer stabilisierender Faktor, hat bislang aber die schwächeren Fondszuflüsse und den kurzfristigen technischen Druck nicht ausgeglichen. Längerfristig hängt der Ausblick davon ab, ob Bitcoin die untere Unterstützungszone hält und sich die Nachfrage verbessert. Anhaltende ETF-Abflüsse und Verluste kurzfristiger Halter würden das Risiko einer tieferen Korrektur erhöhen.