Bitcoin erholt sich nach Binance-Hack, doch 80.000 Dollar begrenzen die Gewinne

Bitcoin erholte sich auf etwa 78.053 US-Dollar, nachdem der Kurs im Zuge eines Ausverkaufs nach Berichten über einen Binance-Hack im Umfang von 6,4 Milliarden US-Dollar auf nahezu 76.100 US-Dollar gefallen war. Binance erklärte später, die Auszahlungen würden sich stabilisieren, nachdem Kunden netto 3,64 Milliarden US-Dollar abgezogen hätten. Zudem seien etwa 95 Prozent der gestohlenen Vermögenswerte ersetzt worden. Die Erholung hat die Aufwärtsdynamik bislang nicht wiederhergestellt. Bitcoin notiert weiterhin unter seinen exponentiellen gleitenden 20- und 50-Tage-Durchschnitten bei etwa 80.200 US-Dollar. Der tägliche RSI liegt bei rund 39, und der tägliche MACD ist weiterhin negativ. Ein bullisches Crossover im Vier-Stunden-MACD deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachlassen könnte. Damit die Widerstände bei 79.485 und 80.508 US-Dollar in den Fokus rücken, müsste der Kurs jedoch nachhaltig über 78.219 US-Dollar steigen. Unterstützungen liegen bei etwa 77.761 und 76.460 US-Dollar; das jüngste Tief lag bei rund 76.173 US-Dollar. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 30. Oktober Nettoabflüsse von etwa 643 Millionen US-Dollar – den größten Tagesabfluss seit Juni. Auch die Optionsmärkte wurden vorsichtiger: Die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin bis Weihnachten die Marke von 100.000 US-Dollar überschreitet, sank auf 3,5 Prozent. Die Chancen auf einen Schlusskurs über 90.000 beziehungsweise 80.000 US-Dollar lagen bei 14 beziehungsweise 44 Prozent. Dennoch schloss Bitcoin sieben Wochen in Folge über seinem 50-Wochen-Durchschnitt bei etwa 75.728 US-Dollar. Händler beobachten die Widerstandszone bei 80.000 US-Dollar, die ETF-Zuflüsse und die Frage, ob die Unterstützung hält.
Bearish
Die Signale für Bitcoin sind kurzfristig überwiegend bearish. Der gemeldete Hack löste einen starken Ausverkauf aus, US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten den größten Tagesabfluss seit Juni, und an den Optionsmärkten sank die Wahrscheinlichkeit eines Anstiegs über 100.000 US-Dollar bis Weihnachten. Bitcoin notiert zudem unter wichtigen kurzfristigen gleitenden Durchschnitten; der tägliche RSI ist schwach und der tägliche MACD negativ. Diese Bedingungen könnten die Kaufbereitschaft dämpfen und den Kurs anfällig machen, falls die Unterstützungen im Bereich von 77.761 und 76.460 US-Dollar nachgeben. Es gibt jedoch auch Anzeichen, die die Lage etwas abmildern: Das MACD-Crossover im Vierstundenchart deutet auf nachlassenden Verkaufsdruck hin, Binance zufolge stabilisieren sich die Auszahlungen und der Großteil der gestohlenen Vermögenswerte wurde ersetzt. Außerdem liegt Bitcoin weiterhin über seinem gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt. Diese Faktoren könnten eine Erholung stützen, wenn der Kurs den Widerstandsbereich um 80.000 US-Dollar überwindet und sich die ETF-Zuflüsse verbessern. Bis dahin wirkt die Erholung fragil. Langfristig würde ein Halten über dem 50-Wochen-Durchschnitt dazu beitragen, die übergeordnete Marktstruktur zu bewahren; ein anhaltender Bruch der Unterstützung könnte dagegen das Abwärtsrisiko erhöhen.