Bitcoin erholt sich, während KI-Aktien abverkauft werden
Bitcoin erholte sich am Donnerstag auf über 81.000 US-Dollar, nachdem der Kurs kurzzeitig unter 80.000 US-Dollar gefallen war – trotz eines starken Ausverkaufs bei US-Technologieaktien. Der Nasdaq verlor 1,5 Prozent, als sich Anleger von Unternehmen zurückzogen, die mit Ausgaben für künstliche Intelligenz in Verbindung stehen. Alphabet fiel nach enttäuschenden Ergebnissen um 12 Prozent, während ServiceNow nach verfehlten Prognosen 23 Prozent einbüßte.
Auch die Renditen von US-Staatsanleihen gingen zurück: Die Rendite zehnjähriger Anleihen sank um sieben Basispunkte auf 4,98 Prozent, die zweijähriger Anleihen um 7,5 Basispunkte auf 4,66 Prozent. Die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember fiel unter 80 Prozent, nachdem sie am Vortag beinahe 90 Prozent erreicht hatte.
Die Erholung des Bitcoin stand im Gegensatz zum Rückgang der Aktienmärkte und deutet darauf hin, dass einige Anleger in der angespannten Marktlage möglicherweise Kapital in Kryptowährungen umgeschichtet haben. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten an drei aufeinanderfolgenden Tagen Zuflüsse von insgesamt rund 424 Millionen US-Dollar. Am Dienstag belief sich der Zufluss auf 176 Millionen US-Dollar; BlackRocks IBIT lag dabei vorn. Diese Entwicklung ist ein potenziell unterstützendes Signal für Bitcoin, doch der Artikel belegt keinen anhaltenden Trend, Bitcoin als sicheren Hafen zu nutzen.
Bullish
Das kurzfristige Signal für Bitcoin ist leicht positiv: Der Kurs erholte sich während eines Ausverkaufs bei Technologieaktien auf über 81.000 US-Dollar, während Spot-Bitcoin-ETFs drei Tage in Folge Zuflüsse von insgesamt rund 424 Millionen US-Dollar verzeichneten. Sinkende Renditen von US-Staatsanleihen und geringere Erwartungen an eine Zinserhöhung im Dezember könnten den Druck auf Risikoanlagen ebenfalls mindern, da sie die Wahrscheinlichkeit strafferer Finanzierungsbedingungen verringern.
Die Belege für eine nachhaltige Hinwendung zu Bitcoin als sicherem Hafen sind jedoch weiterhin begrenzt. Der Artikel berichtet von einer Erholung und ETF-Zuflüssen, bestätigt aber nicht, dass Anleger breit angelegt aus Aktien in Kryptowährungen umgeschichtet haben. Bitcoin kann weiterhin als risikosensibler Vermögenswert gehandelt werden. Neue Sorgen über Zinserhöhungen, steigende Renditen oder anhaltende Belastungen an den Aktienmärkten könnten Volatilität und erneute Verkäufe auslösen. Ähnliche Phasen makroökonomischer Unsicherheit haben in der Vergangenheit zu kurzen Bitcoin-Erholungen geführt, die später nachließen, als sich die Liquiditätserwartungen verschlechterten. Händler könnten die Kurserholung und ETF-Zuflüsse daher als kurzfristig unterstützende Signale betrachten und zugleich die Zinserwartungen, ETF-Flussdaten sowie die Frage beobachten, ob Bitcoin sich über 80.000 US-Dollar halten kann. Der Bericht allein belegt keinen langfristigen Aufwärtstrend.