Bitcoins Erholung steht zu Beginn des Novembers vor einer entscheidenden Bewährungsprobe

Die Erholung von Bitcoin hat die Hoffnung auf einen Krypto-Bullenmarkt neu entfacht, doch die Aussichten für November bleiben ungewiss. Coinbase Research zufolge legte Bitcoin im dritten Quartal um 43 % zu. Zugleich warnte das Unternehmen, dass Anleger, die zu höheren Preisen gekauft haben, beim Aufschwung des Marktes verkaufen könnten. Rund 1,7 Millionen BTC wurden zuletzt im Bereich von 89.600 bis 93.700 US-Dollar bewegt – eine Spanne, in der erneut Verkaufsdruck entstehen könnte, falls der Kurs dorthin zurückkehrt. Die Federal Reserve ließ ihren Leitzins am 28. Oktober unverändert bei 3,75–4 %. Zwei Entscheidungsträger sprachen sich für eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt aus. Dadurch erhielten Händler kein klares Signal zu baldigen Zinssenkungen. Hohe Zinsen können spekulative Vermögenswerte belasten, doch die Entwicklung von Bitcoin hängt auch von der Marktnachfrage und der Positionierung ab. Laut dem Artikel braucht ein nachhaltiger Krypto-Bullenmarkt mehr als eine kurze Bitcoin-Rally oder einen Short Squeeze. Händler sollten beobachten, ob die Spotkäufe anhalten, die wöchentlichen Mittelzuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs positiv bleiben und Bitcoin seine Kursgewinne auch während Rücksetzern behauptet. Steigen Ethereum und andere große Altcoins kontinuierlich, wäre das ein Zeichen dafür, dass sich die Erholung auf den gesamten Markt ausweitet. Das historische Zyklusmuster im November könnte Aufmerksamkeit erregen, sagt aber nicht voraus, wann ein Markttief oder ein Bullenmarkt beginnt.
Neutral
Dieser Artikel ist eine Einschätzung der Marktbedingungen und kein neuer Katalysator, der Angebot oder Nachfrage eindeutig verändert. Der Kursanstieg von Bitcoin um 43 % im dritten Quartal und die Möglichkeit anhaltender Käufe über ETFs und am Spotmarkt stützen eine konstruktive Einschätzung. Der Artikel weist jedoch auf möglichen Verkaufsdruck auf höheren Niveaus, eine unsichere Nachfrage nach der Rally und einen Leitzins der Federal Reserve von 3,75–4 % hin; zwei Entscheidungsträger sprechen sich für eine Zinserhöhung aus. Dadurch bleibt das kurzfristige Kräfteverhältnis ungeklärt. Kurzfristig könnten Händler die wöchentlichen ETF-Zuflüsse, die Nachfrage am Spotmarkt, das Kursverhalten bei Rücksetzern und den Bereich von 89.600–93.700 US-Dollar im Blick behalten, der als potenzielle Angebotszone identifiziert wurde. Positive Zuflüsse garantieren keine Kursgewinne, wenn bestehende Anleger bei anziehender Nachfrage verkaufen. Eine Rally, die vor allem durch das Eindecken gehebelter Short-Positionen angetrieben wird, könnte ebenfalls abflauen, sobald die Liquidationen enden. Daher sind Volatilität und eine uneinheitliche Entwicklung verschiedener Krypto-Assets denkbar. Längerfristig würden anhaltende Spotkäufe, höhere Tiefststände bei Bitcoin und eine breite Beteiligung von Ethereum und anderen großen Altcoins die These eines nachhaltigen Krypto-Bullenmarkts stärken. Wiederholt scheiternde Rallys, ETF-Abflüsse oder eine anhaltende Schwäche bei Altcoins würden dagegen darauf hindeuten, dass die Erholung weiterhin fragil ist. Wie in früheren Diskussionen über Marktzyklen können kalenderbasierte Vergleiche die Stimmung beeinflussen, haben sich aber nicht als zuverlässige Methode zur Identifizierung von Markttiefs erwiesen. Der Artikel spricht sich daher weder eindeutig für eine bullishe noch für eine bearishe Einschätzung aus.