Trendfolgen bei Bitcoin übertraf die Buy-and-Hold-Strategie
Ein Backtest über zehn Jahre deutet darauf hin, dass sich unterschiedliche Strategien für Bitcoin und den S&P 500 eignen. Bei Bitcoin erzielte eine Buy-and-hold-Strategie eine annualisierte Rendite von 62,8 %, während eine Strategie, die Bitcoin nur bei bestätigten Aufwärtstrends hielt, 68,4 % erzielte. In den vergangenen fünf Jahren kam das Trendmodell auf durchschnittlich 25 % pro Jahr, verglichen mit 8 % bei Buy-and-hold. Ein komplexerer Long-Short-Ansatz blieb zurück und erzielte über den Zehnjahreszeitraum eine annualisierte Rendite von 40,8 %.
Beim S&P 500 schnitt Buy-and-hold besser ab: Der Index legte in zehn Jahren um 392 % zu, gegenüber 166 % beim Trendfolgeansatz. Der Artikel führt diesen Unterschied teilweise darauf zurück, dass der Index schwächere Unternehmen regelmäßig ersetzt und an der Gewinnentwicklung der Unternehmen teilhat.
Bitcoin befindet sich laut aktueller Beschreibung in einem Aufwärtstrend. Makroökonomische Unsicherheit, Finanzierungsdruck bei der KI-Infrastruktur und mögliche Cybersicherheitsrisiken könnten jedoch die Stimmung beeinflussen oder die Dynamik umkehren. Der Artikel verweist außerdem auf Erwartungen einer möglichen US-Zinserhöhung im Dezember sowie auf die saisonale Stärke von US-Aktien von November bis April. Die Backtest-Ergebnisse beruhen auf historischen Daten und garantieren keine künftige Wertentwicklung; Trader können die Trendsignale von Bitcoin und die makroökonomischen Entwicklungen beobachten.
Neutral
Der Artikel vergleicht in erster Linie historische Handelsstrategien und berichtet nicht über einen unmittelbaren Auslöser für Bitcoin. Die Ergebnisse des Backtests sprechen bei Bitcoin eher für Trendfolge als für Kaufen und Halten. Außerdem heißt es im Artikel, dass sich Bitcoin derzeit in einem Aufwärtstrend befindet. Das kann Tradern, die dem Momentum folgen, Rückhalt geben, belegt aber für sich genommen nicht, dass die Preise steigen werden.
Kurzfristig könnten Zinserwartungen, durch Ölpreise ausgelöste Inflationssorgen, politische Unsicherheit und Risiken bei der Finanzierung von KI die Volatilität bei Risikoanlagen einschließlich Kryptowährungen erhöhen. Trader könnten auf Veränderungen der Renditen und der allgemeinen Risikobereitschaft reagieren. Trendbasierte Strategien könnten ihre Positionen reduzieren, falls das Momentum nachlässt. Der Artikel weist auch auf Cybersicherheitsrisiken hin, die die Stimmung belasten könnten, falls sie sich verwirklichen. Diese gegenläufigen Faktoren sprechen insgesamt für eine neutrale Einschätzung und nicht für ein eindeutiges Richtungssignal.
Langfristig deutet der berichtete Bitcoin-Backtest darauf hin, dass eine Reaktion auf Trendwechsel in den untersuchten Zeiträumen möglicherweise besser abgeschnitten hat als passives Halten. Die Ergebnisse hängen jedoch vom Modell, dem gewählten Zeitraum und den Marktbedingungen ab; vergangene Wertentwicklungen sind keine Prognose. Ähnliche Phasen makroökonomischer Unsicherheit haben häufig zu heftigen Bewegungen bei Kryptowährungen in beide Richtungen geführt, während Trader ihre Erwartungen an die Zinsen und ihre Risikobereitschaft neu bewerteten. Die Erkenntnisse sind daher eher für das Risikomanagement und die Auswahl einer Strategie relevant als für eine isolierte Kauf- oder Verkaufsentscheidung.