Die Volatilität von Bitcoin ist mit der von Nvidia vergleichbar, übertrifft die des Euro jedoch deutlich
Die realisierte 90-Tage-Volatilität von Bitcoin lag am Donnerstag laut Berechnungen von CoinDesk bei etwa 38 %. Damit lag sie nahe an den 37 % von Nvidia, aber deutlich über den 23,5 % von Gold und den 11 % des S&P 500. Das Währungspaar Euro-Dollar war mit 4,6 % wesentlich stabiler, sodass Bitcoin etwa achtmal volatiler war.
Die Volatilität von Bitcoin ist im Laufe der Zeit gesunken: Seit Januar 2020 lag ihr Durchschnitt bei rund 58 %, und im Juni 2020 erreichte sie mit 134 % ihren Höchststand. Der niedrigste Wert von 27,5 % wurde im September 2025 verzeichnet. Die Zahlen zeigen, dass Bitcoin weniger volatil geworden ist, aber weiterhin ein höheres Risiko aufweist als wichtige traditionelle Vermögenswerte. Das ist für Händler relevant, die eine Diversifizierung des Portfolios und die Größe ihrer Positionen abwägen.
Ein separates Marktsignal zeigte, dass der VIX des S&P 500 über seinem 200-Tage-Durchschnitt lag, während der implizite Volatilitätsindikator von Bitcoin, BVIV, unter seinem eigenen 200-Tage-Durchschnitt blieb. Das deutet auf steigende Erwartungen hinsichtlich Turbulenzen an den Aktienmärkten hin, während die Erwartungen für Bitcoin vergleichsweise gedämpft sind. Das könnte sich jedoch ändern, wenn sich die Volatilität über die Märkte hinweg ausbreitet.
Neutral
Der Bericht vergleicht in erster Linie Volatilitätskennzahlen und ist kein neuer Impuls für die Nachfrage nach Bitcoin, sein Angebot oder seine Regulierung. Daher dürfte seine unmittelbare Auswirkung auf den Markt begrenzt sein, was eine neutrale Einschätzung stützt. Die realisierte 90-Tage-Volatilität von Bitcoin liegt bei etwa 38 % und damit nahe an der von Nvidia, aber weiterhin deutlich über der von Gold, dem S&P 500 und EUR/USD. Dieser Unterschied ist für Händler wichtig, da er Positionsgrößen, Hebelwirkung und Portfoliorisiko beeinflussen kann. Die Daten allein lassen jedoch keine klare Kursrichtung erkennen.
Kurzfristig deutet der Gegensatz zwischen einem VIX oberhalb seines 200-Tage-Durchschnitts und einem BVIV unterhalb seines eigenen Durchschnitts darauf hin, dass Aktienhändler mit größeren Turbulenzen rechnen als die Märkte für Bitcoin-Optionen. Sollte sich die Volatilität von den Aktienmärkten ausbreiten, könnten korrelierte Verkäufe oder eine veränderte Risikobereitschaft den BTC dennoch stark bewegen. Auch die implizite Volatilität kann rasch steigen, wenn Händler sich dringend absichern wollen. Umgekehrt könnte der relativ niedrige Wert der impliziten Bitcoin-Volatilität darauf hindeuten, dass Optionshändler bislang keinen unmittelbaren starken Anstieg der Kursschwankungen erwarten.
Längerfristig deutet der Rückgang gegenüber dem historischen Volatilitätsdurchschnitt von Bitcoin von etwa 58 % seit 2020 sowie gegenüber dem Höchststand von 134 % im Juni 2020 auf eine zunehmende Stabilität hin. Die Volatilität liegt jedoch weiterhin deutlich über der wichtiger traditioneller Vermögenswerte, sodass Bitcoin möglicherweise noch nicht dasselbe defensive oder währungsähnliche Profil bietet. Wie in früheren Phasen, in denen makroökonomische Unsicherheit die Volatilität über verschiedene Anlageklassen hinweg erhöhte, sollten realisierte Volatilität und Optionsindikatoren gemeinsam beobachtet werden. Keiner dieser Werte garantiert die künftige Wertentwicklung, und dieser Bericht allein ist weder ein bullisches noch ein bärisches Handelssignal.