Blockchain.com beantragt CFTC-Lizenzen für Prognosemärkte in den USA
Blockchain.com hat bei der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zwei Lizenzen beantragt: eine Lizenz als Designated Contract Market für den Betrieb einer Börse für Ereigniskontrakte und eine Lizenz als Futures Commission Merchant für die Vermittlung von Derivaten. Bei einer Genehmigung könnte Blockchain.com US-amerikanischen Privatkunden und institutionellen Kunden regulierte Prognosemärkte und Krypto-Derivate auf einer einzigen Plattform anbieten. Die Anträge werden noch geprüft; das Unternehmen hat bislang keine Genehmigung erhalten.
Mit den Anträgen würde Blockchain.com Dienstleistungen ins eigene Haus holen, die das Unternehmen derzeit einigen internationalen Nutzern über Polymarket für Prognosemärkte und Hyperliquid für Perpetual Futures anbietet. CEO Peter Smith sagte, das Unternehmen wolle seinen Kunden ermöglichen, digitale Vermögenswerte zu verwalten, mit Derivaten zu handeln und Positionen zu realen Ereignissen an einem Ort einzugehen. Blockchain.com kündigte im Juli außerdem eine geplante Integration mit Polymarket an.
Die Anträge von Blockchain.com kommen zu einer Zeit, in der das Interesse der Branche an einer bundesweiten Genehmigung wächst. CNBC berichtete, dass das Unternehmen zu den zwölf Firmen gehört, die in diesem Jahr eine Lizenz als Designated Contract Market beantragt haben. Die CFTC hat 2026 sechs neue Lizenzen genehmigt. Eine bundesweite Zulassung könnte Plattformen dabei helfen, auf Herausforderungen im Zusammenhang mit Glücksspiel auf Ebene der Bundesstaaten zu reagieren, während Gerichte darüber beraten, ob Ereigniskontrakte unter die bundesrechtlichen Derivateregeln fallen. Die CFTC hat dem Weißen Haus zudem Regelvorschläge übermittelt, die ihre Befugnisse über Prognosemärkte stärken sollen. Der Ausgang könnte den US-Markt für Prognosemärkte und Krypto-Derivate prägen.
Neutral
Die Nachricht ist für den Preis einer bestimmten Kryptowährung neutral. Blockchain.com hat regulatorische Lizenzen beantragt, doch die Anträge sind noch anhängig. Keine der Zusammenfassungen nennt direkte Auswirkungen auf die Nachfrage, das Angebot oder die Handelsaktivität eines bestimmten Tokens. Kurzfristig könnten die Anträge die Aufmerksamkeit auf Prognosemärkte und Krypto-Derivate lenken; mögliche Handelsreaktionen dürften jedoch eher die Stimmung gegenüber dem Sektor als den Preis einer einzelnen Kryptowährung beeinflussen. Längerfristig könnten Genehmigungen und klarere bundesweite Regeln einen breiteren regulierten Zugang und eine stärkere Marktteilnahme fördern. Verzögerungen oder nachteilige Gerichtsentscheidungen könnten die Expansion dagegen einschränken. Diese Entwicklungen könnten das Vertrauen in die Branche insgesamt beeinflussen, doch die vorliegenden Informationen liefern keinen klaren Preisauslöser mit eindeutiger Richtung für eine konkret benannte Kryptowährung.