Senat untersucht Zahlungen von Tether an die Nxum Group
Der US-Senator Richard Blumenthal hat Tether und das Beratungsunternehmen Nxum Group aufgefordert, ihre Zahlungsvereinbarungen offenzulegen. Er verwies dabei auf schwerwiegende ethische und rechtliche Bedenken. Anlass der Untersuchung ist ein Bericht des Wall Street Journal, wonach Nxum hohe Beratungshonorare von Tether erhielt, während Mitgründer Bo Hines das Weiße Haus in Fragen der Kryptopolitik beriet. Später wurde Hines Geschäftsführer von Tethers US-Sparte. In den Schreiben des Senats werden Einzelheiten zur Geschäftsbeziehung der Unternehmen verlangt. Tether hatte auf eine Bitte um Stellungnahme zunächst nicht reagiert. Die Untersuchung verstärkt die Aufmerksamkeit für Tethers politische Verbindungen und mögliche Interessenkonflikte, belegt jedoch kein Fehlverhalten und deutet auch nicht auf eine unmittelbare Änderung des USDT-Betriebs hin.
Neutral
Die Anfrage stellt für Tether ein Reputations- und Regulierungsrisiko dar. In den Berichten ist jedoch von Auskunftsersuchen die Rede, nicht von einer Feststellung eines Fehlverhaltens, einer Durchsetzungsmaßnahme oder einer Änderung des Betriebs von USDT. Kurzfristig könnten Händler weitere Offenlegungen abwarten und auf Schlagzeilen mit vorübergehenden Schwankungen beim Vertrauen in USDT oder dessen Liquidität reagieren. Eine direkte Betriebsstörung oder ein Verlust der Dollarbindung wurde jedoch nicht gemeldet, sodass ein anhaltender Preiseffekt nicht belegt ist. Längerfristig könnten formelle Untersuchungen oder politische Maßnahmen die Compliance-Kosten erhöhen und das Vertrauen in USDT beeinträchtigen. Bleiben solche Entwicklungen aus, dürfte der Effekt auf den Preis begrenzt sein.