BWET: Tankerfrachtkosten begrenzen das kurzfristige Aufwärtspotenzial
Der Breakwave Tanker Shipping ETF (BWET) erhält die Einstufung „Halten“, da die Tanker-Futures offenbar einen Großteil der Störungen rund um die Straße von Hormus bereits einpreisen. Damit bleibt das kurzfristige Aufwärtspotenzial begrenzt. Die Internationale Energieagentur (IEA) berichtete, dass der Transport von Rohöl aus dem Persischen Golf im Nahen Osten nach Asien inzwischen mehr als 37 kostet; der Artikel nennt jedoch keine Einheit.
Die hohen Frachtkosten verändern die Art und Weise, wie Raffinerien Rohöl einkaufen. Einige weichen auf kleinere Schiffe und Verträge mit Lieferung zum Bestimmungsort aus, was die Nachfrage nach sehr großen Rohöltankern (VLCCs) verringern könnte. Das konzentrierte Engagement von BWET in TD3C-Futures, die Volatilität von 118,39 % und die Kostenquote von 3,50 % machen den ETF zudem eher für kurzfristigen Handel als für eine langfristige Anlage geeignet. Der Analyst erwartet, dass BWET im kommenden Jahr weitgehend unverändert bleibt oder leicht nachgibt. Die Entwicklung hängt von den Bedingungen in der Schifffahrt und der Nachfrage der Raffinerien ab.
Neutral
Dabei handelt es sich in erster Linie um Nachrichten zur Ölverschiffung und zu einem börsengehandelten Fonds, nicht um Kryptowährungen. Daher gibt es keinen klaren direkten Auslöser für die Kryptopreise. Die Hold-Einstufung von BWET und die Aussicht auf eine seitwärts gerichtete bis leicht schwächere Entwicklung beziehen sich auf Tanker-Futures und lassen für sich genommen keine Richtung für BTC oder andere digitale Vermögenswerte erkennen.
Der indirekte Zusammenhang besteht über Energiepreise, Inflationserwartungen und die allgemeine Risikostimmung. Anhaltend hohe Frachtkosten oder erneute Störungen in der Nähe der Straße von Hormus könnten die Sorgen über Rohstoffkosten und Inflation verstärken. In früheren Phasen geopolitischer Spannungen wurde Krypto mitunter parallel zu Risikoanlagen gehandelt und fiel bei einer breiten Verringerung des Risikos, doch die Reaktion war nicht einheitlich. Schocks am Ölmarkt können auch die Inflations- und Zinserwartungen beeinflussen und dadurch die Liquidität im Kryptomarkt verändern. Umgekehrt könnten sinkende Transportkosten einen Teil des Inflationsdrucks mindern.
Kurzfristig dürften Händler Ölpreise, Frachtraten, geopolitische Entwicklungen und Zinserwartungen beobachten. Dieser Artikel allein dürfte jedoch kaum eine nennenswerte Bewegung am Kryptomarkt auslösen. Langfristig wirken sich eine Normalisierung des Schiffsverkehrs und die Einkaufsgewohnheiten der Raffinerien direkter auf BWET als auf Krypto aus. Da keine konkreten Veränderungen bei der Kryptoregulierung, der Verbreitung, den Kapitalflüssen oder der Netzwerkaktivität gemeldet werden, ist eine neutrale Markteinstufung angemessen.