CalPERS reduziert Beteiligungen an Big Tech, während Sorgen um die KI-Finanzierung Neoclouds treffen

CalPERS, einer der größten öffentlichen Pensionsfonds der Welt, hat seine direkten Gesamtbestände an den Technologiewerten der Magnificent Seven im ersten Halbjahr 2026 um 26 Prozent reduziert. Das geht aus Berechnungen der Financial Times hervor. Der Fonds verwaltet mehr als 600 Milliarden US-Dollar und verlagert mehr Kapital in Private Equity, um seine Anlagen über die teuren Marktführer an den öffentlichen Börsen hinaus zu diversifizieren. Der stellvertretende Anlagechef von CalPERS, Anton Orlich, sagte, große Technologieunternehmen könnten schlechter abschneiden als andere Anlagen. Der Schritt erfolgt angesichts wachsender Sorgen über die Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben und die Finanzierung von Neocloud-Anbietern. Elon Musk warnte, dass Unternehmen, die auf Einnahmen aus KI-Rechenzentren angewiesen sind, Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung bekommen könnten, was eine Konsolidierung vorantreiben könnte. Die Aktien von CoreWeave, Cipher Digital und IREN fielen am Montag im vorbörslichen Handel. Für Krypto-Händler verstärkt die Nachricht die allgemeine Risikoaversion gegenüber KI-bezogenen Vermögenswerten, signalisiert jedoch nicht unmittelbar eine Änderung des Engagements von CalPERS in Kryptowährungen.
Neutral
Der Bericht enthält keinen direkten Auslöser für die Preise von Kryptowährungen: Er beschreibt, dass CalPERS sein Engagement in großen Technologiewerten verringert und seine Investitionen in Private Equity erhöht, nicht aber seine Kryptobestände verändert. Der Ausverkauf von auf KI ausgerichteten Neocloud-Aktien und die Sorge vor einer restriktiveren Finanzierung könnten die Risikobereitschaft dennoch dämpfen. Kurzfristig könnten Händler die Schwäche von KI- und Wachstumsaktien als Grund ansehen, ihr Engagement in volatilen Anlagen, darunter Krypto, zu reduzieren – insbesondere, wenn dies mit fallenden Aktienkursen, steigender Volatilität oder geringerer Liquidität einhergeht. Ähnliche Phasen der Sorge über die Bewertungen von Technologieunternehmen haben bisweilen breitere risikoscheue Bewegungen ausgelöst. Die Auswirkungen auf Krypto fielen jedoch je nach makroökonomischer Lage und den speziell mit digitalen Vermögenswerten verbundenen Kapitalflüssen unterschiedlich aus. Längerfristig ist die Portfolioverlagerung des Pensionsfonds kein Beleg für eine strukturelle Veränderung der Kryptonachfrage. Die Auswirkungen auf den Markt dürften daher indirekt bleiben und davon abhängen, ob sich der Finanzierungsdruck im KI-Bereich auf die breiteren Kredit- und Aktienmärkte ausweitet.