Chinas Kryptoaufsicht zielt auf Korruption, nicht auf den Handel
Die Kommunistische Partei Chinas hat ein härteres Vorgehen gegen Korruption gefordert, bei der virtuelle Währungen, Blockchain und grenzüberschreitende Geldtransfers eine Rolle spielen. Ein am 29. Oktober verabschiedeter und am 1. November von Xinhua veröffentlichter Beschluss hebt auch verschleierte Methoden wie das Halten von Vermögenswerten über Strohleute und den Einsatz von Vermittlern hervor. Im Mittelpunkt steht die Nachverfolgung illegaler Gelder mit Verbindungen zu Amtsträgern, nicht die Einführung eines neuen Verbots des Kryptohandels. Der Beschluss legt keine neuen Regeln für Bitcoin, Mining, Stablecoins oder Privatanleger fest. China hat bereits umfassende Beschränkungen für Aktivitäten im Bereich Kryptowährungen eingeführt, darunter Maßnahmen aus den Jahren 2013, 2017 und 2021. Für Kryptohändler bedeutet die jüngste Politik, dass digitale Vermögenswerte bei Korruptionsermittlungen stärker unter die Lupe genommen werden. Sie ändert jedoch nicht eigenständig die geltenden Marktregeln und schafft auch keine unmittelbar geltende neue Handelsanforderung.
Neutral
Die Entscheidung kündigt weder ein neues Handelsverbot an noch ändert sie die Regeln für Bitcoin oder andere bestimmte Kryptowährungen. Daher gibt es keinen klaren direkten Preistreiber. Kurzfristig könnten Händler Schlagzeilen über eine strengere Überwachung des Kryptosektors beachten. Der erklärte Schwerpunkt liegt jedoch auf der Durchsetzung von Maßnahmen gegen Korruption, und die Nachricht dürfte für sich genommen weder das marktweite Angebot noch die Nachfrage verändern. Langfristig könnte eine strengere Prüfung grenzüberschreitender Überweisungen und von Vermittlern bei Unternehmen mit China-Bezug Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften verstärken. Das könnte die Stimmung am Rande beeinflussen, doch die Entscheidung bekräftigt hauptsächlich bestehende Beschränkungen, statt einen neuen Marktschock auszulösen. Die erwartete direkte Auswirkung auf den Bitcoin-Preis ist daher neutral.