Coinbase und Gennius planen die Einführung von ONED USD bei Banken in Lateinamerika

Coinbase und das Fintech-Unternehmen Gennius planen, den Stablecoin ONED USD über Banken in ganz Lateinamerika anzubieten. Der Start soll in Argentinien erfolgen. Berechtigte Kunden könnten Bankguthaben und Treueprämien in ONED USD umtauschen, die Währung rund um die Uhr überweisen und mit Visa-Karten teilnehmender Banken bezahlen. ONED USD ist eins zu eins durch USDC gedeckt, das bei Coinbase verwahrt wird. Gennius zufolge arbeitet das Unternehmen mit mehr als 85 Finanzinstituten zusammen und betreibt über 520 Treueprogramme. Es verbindet die bestehenden Systeme der Banken mit den Ausgabe- und Verwahrungsdiensten von Coinbase. Die Ankündigung nennt weder einen Starttermin noch teilnehmende Banken oder erwartete Transaktionsvolumina. Ein breiterer Zugang zu ONED USD könnte Stablecoin-Zahlungen fördern und die Nachfrage nach USDC-Reserven erhöhen. Die Auswirkungen auf den Markt hängen jedoch von der Akzeptanz und den lokalen Vorschriften ab.
Neutral
Die Nachrichten deuten auf eine mögliche Ausweitung der Nutzung von ONED USD und USDC hin. Es handelt sich jedoch um einen geplanten, in Banken integrierten Dienst, für den weder ein Starttermin noch teilnehmende Institute oder Transaktionsprognosen bestätigt wurden. Kurzfristig gibt es daher kaum eine Grundlage für Händler, eine messbare Veränderung der Nachfrage einzupreisen. ONED USD ist darauf ausgelegt, seinen Wert stabil zu halten, und nicht darauf, im Wert zu steigen. Langfristig könnte eine erfolgreiche Einführung die Nachfrage nach USDC als Reservevermögen erhöhen und dessen Einsatzmöglichkeiten im Zahlungsverkehr stärken. Jede Auswirkung auf USDC dürfte jedoch von einem tatsächlichen Wachstum der Reserven, der Kundenaktivität und der behördlichen Genehmigung abhängen; die Ankündigung allein ist kein Beleg dafür, dass diese Ergebnisse eintreten werden. Insgesamt dürfte der Preiseffekt auf die genannten Kryptowährungen begrenzt und neutral sein.