New Jersey lässt Coinbase-Staking wieder zu, während vier Verfahren weiterlaufen
New Jersey hat seine 2023 erlassene Unterlassungsverfügung gegen das Staking von Coinbase zurückgenommen und eine vorgeschlagene Strafe von 5 Millionen US-Dollar aufgehoben. Dadurch kann die Kryptobörse den Einwohnern des Bundesstaates wieder Zugang zum Staking gewähren. Coinbase-CEO Brian Armstrong erklärte, der Zugang werde bald wiederhergestellt. Der Rückzug erfolgte ohne Präjudiz und enthält keine Entscheidung in der Sache. Die Aufsichtsbehörden könnten daher ein neues Verfahren einleiten. Der Streit um das Staking von Coinbase ist somit nicht vollständig beigelegt.
Verfahren laufen weiterhin in Kalifornien, Maryland, Wisconsin und Washington. Kalifornien, Maryland und Wisconsin untersagten Coinbase, neue Staking-Gelder anzunehmen; Washington fordert eine Strafe von 4 Millionen US-Dollar. Coinbase schätzt, dass Nutzern seit 2023 in Kalifornien Staking-Erträge von mehr als 89 Millionen US-Dollar und in New Jersey von über 15 Millionen US-Dollar entgangen sind. Die Entscheidung in New Jersey ist ein regulatorischer Erfolg, aber kein rechtlicher Präzedenzfall. Solange die anderen Verfahren weiterlaufen, könnten die unmittelbaren Auswirkungen auf den Markt begrenzt sein. Ihr Ausgang könnte die Staking-Einnahmen von Coinbase und Forderungen wegen entgangener Erträge beeinflussen. Auch die US-Gesetzgebung und Wahlergebnisse könnten die Kryptoregulierung prägen. Beim Ethereum-Staking sind 43,8 Millionen ETH gebunden, entsprechend 35,9 Prozent des Angebots; die Rendite liegt bei etwa 2,6 Prozent. Die Solana-Rendite beträgt rund 6 Prozent.
Neutral
Die Entscheidung in New Jersey ist für den Zugang von Coinbase zu Staking günstig, stellt aber keinen direkten Preistreiber für ETH oder SOL dar. Die Anordnung wurde zurückgenommen, ohne dass in der Sache entschieden wurde, und vier Verfahren auf Ebene der Bundesstaaten sind noch anhängig. Dadurch ist die Bedeutung der Änderung für den breiteren Kryptomarkt begrenzt. Kurzfristig könnten Händler die Nachricht als leicht unterstützend für den regulierten Zugang zu Staking ansehen. Die ungelösten rechtlichen Risiken und das Ausbleiben einer direkten Veränderung des Tokenangebots oder der Token-Nachfrage machen eine anhaltende Preisreaktion jedoch unwahrscheinlich. Längerfristig könnten die Ergebnisse der verbleibenden Verfahren und die US-Kryptogesetzgebung die Verfügbarkeit von Staking, die Teilnahme und die Renditen beeinflussen. Diese Faktoren könnten die Stimmung gegenüber ETH und SOL beeinflussen, doch allein diese Entwicklung dürfte den Preistrend oder die Marktstabilität eines der beiden Vermögenswerte kaum wesentlich verändern.