Krypto-Hacks verursachen Schäden in Höhe von 766 Millionen Dollar, während die Verluste von Bitget und Liquid steigen

Laut PeckShield verursachten Krypto-Hacks im September Verluste in Höhe von 766,49 Millionen US-Dollar—462 % mehr als die 136,3 Millionen US-Dollar im August. Damit war der September 2026 der schlimmste Monat für Krypto-Diebstähle. Zwei Vorfälle machten den Großteil des Schadens aus: der Bitget-Hack mit geschätzten 387 Millionen US-Dollar und der Diebstahl beim Liquid Network in Höhe von rund 320 Millionen US-Dollar. Bitget erklärte, die Angreifer hätten ein Backend-System der Wallet-Infrastruktur kompromittiert und Transaktionsdaten manipuliert, ohne private Schlüssel zu erlangen oder auf Cold Wallets zuzugreifen. Die Börse will Nutzer über einen Schutzfonds im Wert von mehr als 464 Millionen US-Dollar entschädigen. BGB wurde am 1. Oktober bei etwa 1,98 US-Dollar gehandelt und lag damit über sieben Tage 2,62 % im Minus. Beim Vorfall im Liquid Network wurden etwa 4.000 BTC aus einer Federation-Wallet abgezogen. Der Angreifer erklärte später, die Gelder würden zurückgegeben, sobald die Netzwerkknoten gepatcht seien. Berichten zufolge wurden rund 285 Millionen US-Dollar wiedererlangt, während frühere Schätzungen den nicht wiedererlangten Betrag auf etwa 47 Millionen US-Dollar beziffert hatten. SlowMist zufolge wuschen mit Nordkorea verbundene Hacker gestohlene Bitget-Gelder über Chainflip, wandelten die Erlöse in BTC um und nutzten CoinJoin, um Transaktionswege zu verschleiern. Chainflip hat versucht, damit verbundene Einzahlungen zu blockieren. Ohne Bitget und Liquid verursachten 53 weitere Krypto-Hacks Verluste von rund 59 Millionen US-Dollar—weniger als im August. Der gesamte Krypto-Diebstahl im Jahr 2026 belief sich bei 656 Vorfällen auf etwa 2,68 Milliarden US-Dollar. Dies verdeutlicht die anhaltenden Sicherheitsrisiken bei Börsen, Wallets, Bridges und Smart Contracts. Kurzfristig könnten die Vorfälle das Vertrauen der Händler belasten und die Nachfrage nach stärkeren Verwahrungs- und Compliance-Kontrollen erhöhen.
Bearish
Die unmittelbare Marktauswirkung ist bearish, insbesondere für BGB. Der Sicherheitsvorfall bei Bitget und der gemeldete wöchentliche Rückgang von BGB um 2,62 % deuten auf ein schwächeres Vertrauen in die Börse und ihren Token hin. Anhaltende Geldwäscheaktivitäten könnten den Verkaufsdruck erhöhen und Bedenken hinsichtlich eingefrorener oder eingeschränkter Gelder verstärken. BTC könnte kurzfristig volatil werden, wenn gestohlene Vermögenswerte umgewandelt und verkauft werden. Die gemeldete Wiedererlangung eines großen Teils der Liquid-Gelder könnte den direkten Angebotsschock jedoch begrenzen. ETH, XRP und BNB könnten vorübergehend unter Risk-off-Druck geraten, da der Vorfall Wallets oder Transaktionen betraf, die mit mehreren großen Netzwerken verbunden sind. Die zugrunde liegenden Protokolle werden dadurch jedoch nicht direkt beeinträchtigt. Langfristig könnten Entschädigungen aus dem Schutzfonds von Bitget und die Wiedererlangung der Liquid-Gelder den systemischen Schaden verringern. Das Ausmaß der Krypto-Hacks im September dürfte jedoch die Nachfrage nach sicherer Verwahrung, Wallet-Überwachung und Compliance-Kontrollen verstärken. Historisch gesehen schwächen große Exploits von Börsen und Bridges die Stimmung, bevor sich die Märkte stabilisieren. Daher könnten Händler vorsichtig bleiben und für die betroffenen Token höhere Risikoprämien verlangen.