Bitcoin-Abhebung von Datavault AI stockt, während die Aktien abstürzen

Datavault AI teilte mit, dass das Unternehmen seit einer im Juni beantragten Übertragung keine Bitcoin von der Börse Biconomy abheben konnte. Dies führte zu Korrekturen der Buchhaltung und erneuten Sorgen um die Liquidität des Unternehmens. In einer SEC-Einreichung vom 26. Oktober erklärte das an der Nasdaq notierte Unternehmen, dass vier zuvor eingereichte Finanzberichte nicht mehr als verlässlich angesehen werden sollten, da die im Rahmen eines Aktiengeschäfts mit Scilex im Wert von 150 Millionen US-Dollar erhaltenen Bitcoin kein Vermögenswert waren, der Datavault gehörte. Das Unternehmen plant, die Berichte neu aufzustellen, die ausgewiesenen Vermögenswerte für die betroffenen Stichtage um 8,1 Millionen US-Dollar auf 92,2 Millionen US-Dollar zu reduzieren und zuvor verbuchte Krypto-Gewinne und -Verluste rückgängig zu machen. Datavault zufolge erhielt das Unternehmen 1.309,04 BTC, nachdem 19,39 BTC für frühere Barvorschüsse abgezogen worden waren. Später gab es 491,431 BTC im Gegenzug für rund 40,5 Millionen US-Dollar an Scilex zurück. Die übrigen Bitcoin verblieben auf einem Off-Chain-Konto bei Biconomy. Der geplante Kauf der verbleibenden 837 BTC durch Scilex für 50 Millionen US-Dollar steht unter dem Vorbehalt einer endgültigen Vereinbarung. Datavault erklärte, es sei ungewiss, ob ausstehende Zahlungen von Scilex eingezogen und auf die Bitcoin zugegriffen werden könne. Die Geschäftsleitung prüft erneut, ob das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit fortführen kann. Einen Zeitplan für die Einreichung der neu aufgestellten Abschlüsse nannte das Unternehmen nicht; zudem warnte es vor möglichen weiteren Verzögerungen bei der Berichterstattung. Die Aktien von Datavault AI fielen nach der Bekanntgabe um rund 50 Prozent und schlossen am 28. Oktober bei 0,067 US-Dollar, nachdem sie im Tagesverlauf ein Tief von 0,060 US-Dollar erreicht hatten. Der Fall verdeutlicht unternehmensspezifische Risiken bei Verwahrung, Rechnungslegung und Liquidität für Unternehmen mit Bitcoin-Beständen im Treasury. Für sich genommen signalisiert er jedoch keine umfassendere Veränderung der Bitcoin-Marktbedingungen.
Neutral
Die Offenlegung ist für Datavault AI unmittelbar negativ, da sie Fragen zum Zugang zu Bitcoin, zur Berichterstattung über Vermögenswerte und zur Fähigkeit des Unternehmens aufwirft, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Die angefragte Markteinschätzung bezieht sich jedoch auf Bitcoin selbst: Der Vorfall betrifft die Verwahrungs- und Bilanzierungspraktiken eines einzelnen Unternehmens und belegt weder, dass Bitcoin marktweit unzugänglich geworden ist, noch, dass die breitere Nachfrage nachgelassen hat. Kurzfristig könnten Händler angesichts der Schlagzeile vorsichtig reagieren; mögliche Auswirkungen auf den Bitcoin-Preis dürften jedoch begrenzt sein, sofern keine Hinweise auf umfassendere Probleme bei Börsen oder der Verwahrung auftreten. Längerfristig könnte der Vorfall die Prüfung von Reservenachweisen, Verwahrungsvereinbarungen und der bilanziellen Erfassung von Kryptobeständen durch Unternehmen verstärken, ohne für sich genommen den grundlegenden Marktausblick für Bitcoin zu verändern.